Wer andern einen Sack hinstellt...

  02.03.2007 Gemeinde, Gstaad

Natürlich ist es einfach, anderen die Schuld, oder in diesem Fall, den unbezahlten Kehricht in die Schuhe zu schieben bzw. unterzujubeln. Viele Gäste scheinen unser Abfallsystem nicht zu begreifen oder sind sich einfach der paar Franken zu schade, welche dafür berappt werden müssen. Wer jedoch in der letzten Februarwoche seinen Kehricht ohne taxierte Säcke zur Abfuhr bereitgestellt hat, erhält nun postwendend eine Überraschung (nicht zu verwechseln mit der Osterbescherung). Über 160 unbezahlte, herumstehende und vor sich hin miefende Säcke wurden separat eingesammelt und von bemitleidenswertem Gemeindepersonal auf eventuelle Personalien oder gar Adressen durchwühlt.

Nicht immer wurden sie dabei in der unapettitlichen Masse, um dies hier mal gelinde auszudrücken, fündig. Aber immerhin konnten so über 40 illegale Abfallverursacher ermittelt werden. Diese werden nun zur Kasse gebeten; nebst einer  Rechnungen zwischen 80 und 160 Franken erhielten sie die Aufforderung, ihren Kehricht künftig korrekt zu entsorgen. Die unangenehme und stinkende Angelegenheit sei grösstenteils von nicht Einheimischen verursacht worden, lässt die Gemeindeverwaltung verlauten.


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