Zieht Johnny Hallyday bald nach Monaco?
09.05.2007 Gstaad, PolitikIn den letzten Monaten (über-) hitzig diskutiert, spekuliert und gar belächelt: Johnny Hallydays Tauzieh-Spiel (oder besser Versteckspiel) um seine Steuern, welches in der internationalen Presse hohe Wellen geworfen hat. Frankreichs Neo-Präsident Nicolas Sarkozy hat im Wahlkampf versprochen, die Steuern für gut betuchte Bürger der République zu senken. Ob er\\'s tatsächlich tun wird, steht in den Sternen; aber ein paar (prominente) Wählerstimmen hat\\'s ihm bestimmt eingebracht: Hallyday hat mit der gesamten Polemik (im Richtigen Moment, notabene) um seine Steuerflucht nach Gstaad nämlich das Seine beigetragen und seinem guten Freund Le Président einen Schub in Richtung Elisée verpasst.
Ob der französische Fiskus nun den Reichen und Schönen (obwohl Letzteres auf Hallyday nicht wirklich zutrifft) das Leben im Heimatland verbilligt, ist noch nicht ersichtlich. Sollte es aber soweit kommen, ist Hallyday wirklich in einem Dilemma: Schliesslich hat er ja gesagt, er würde nach Frankreich zurückkehren, sollte dies geschehen. Aber anscheinend hat er am beschaulichen Leben in Gstaad Gefallen gefunden und möchte gar nicht mehr weg (oder sein Geld nicht zurück nach La belle France). Nur, und das ist der Punkt, lockt noch immer das Steuerparadies Monaco: Hallyday hat nämlich die Belgische Staatsbürgerschaft beantragt (sein Vater war Belgier); diese würde ihm Eintritt ins Paradies der totalen Steuerfreiheit gewähren. Ein erster Entscheid Belgiens war zuerst Ende Februar angesetzt, dann aber um sechs Monate vertagt worden (wohl wegen des französischen Wahlkampfes?). Der Entscheid sollte nun im August fallen. On verra bien...

