Eisbahnareal zum Dritten: Kisten und Wasserspiele

  26.06.2007 Event, Gemeinde, Gstaad

Nach zwei Wettbewerben, deren Siegerprojekte dann doch nie realisiert worden sind, wagt man auf eine gute und vor allem rasch realisierbare Lösung für das Gstaader Eisbahnareal kaum mehr zu hoffen. Nun soll, wieder einmal, eine gute, kreative Idee das gar nicht repräsentative Areal zu neuem Leben erwecken. Der lokale Jungarchiteckt Michi Gehret hat sich nämlich nicht entmutigen lassen, sondern schien von der grauen Öde gar inspiriert.

In seinem Projektvorschlag erträumt er sich das Areal als Begegnungsraum für Gross und Klein, mit mobilen, vielseitig verwendbaren Kisten-Modulen. Diese 2.5 x 2.5 m grossen Boxen sollen entweder mit Steinen gefüllt, begrünt oder mit Bäumen bepflanzt werden und so der grauen Öde ein wenig Park-Feeling verleihen. Ausserdem sollen Wasserspiele, wie wir sie vom Bundesplatz in beautiful Bern kennen, installiert und der Spielplatz vergrössert werden. Alle diese Elemente könnten für die grossen Events (Beach Volley, Tennis, etc) schnell zur Seite geräumt bzw. ausgeschaltet werden. Wir finden, diese Idee hat etwas genial einfaches und doch sehr effektvolles. Nur, abgesehen von den lieben Anwohnern des Areals, welche kategorisch gegen jede Neuerung auf die Barrikaden gehen, ist das einzige Problem das gute liebe Geld. Davon hat die Eisbahn AG nämlich nicht genug. Der schneearme Winter hat dazu geführt, dass viele Leute die Skier in eine Ecke gestellt und statt dessen vermehrt zu den Schlittschuhelaufen gegriffen haben. Daraus resultiert für die Eisbahn AG ein sehr gutes Geschäftsergebnis, welches die Einnahmen normaler Winter um über 22\\'000 SFr. übersteigt. Dies ist aber anscheinend nicht genug, um die Parklandschaft selbst zu bezahlen. Da es sich um eine öffentliche Zone handelt, will sie auch die Gemeinde zur Kasse bitten. Diese hat eine Kostenbeteiligung von 50% an die Parkboxen, jedoch höchstens 38\\'000 SFr., bewilligt. Der letzte Schandfleck scheinen nun noch die zwölf öffentlichen Parkplätze auf dem Areal zu sein. Diese sollen erhalten und weiterhin für ein Trinkgeld als Handwerker-Parkplätze zur Verfügung stehen. Nun, eine Kompromiss-Lösung ist (manchmal) besser als gar keine Lösung.


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