Rellerli: Winterbetrieb noch bis 2019?
| Dienstag, 8. April 2008
Todgeweihte leben länger: Das Rellerli, welches laut dem neuen Betriebsmodell der Bergbahnen Destination Gstaad AG den Winterbetrieb ab 2010 hätte einstellen sollen, scheint dies wegen einer Vertragsklausel nicht vor 2019 tun zu können. Im Rahmen der Fusion der Bergbahnen zur Bergbahnen Destination Gstaad AG im Jahre 2004 ist dem Rellerli dessen Betrieb bis 2019 zugesichert worden. Eine Verlängerung der Betriebsbewilligung würde sich jedoch auf das gesamte geplante Investitionsprogramm der BDG auswirken. Andererseits will die BDG eine Rückgabe des Rellerli an die ehemaligen Besitzer beziehungsweise an die IG Rellerli für einen (!) symbolischen Franken in jedem Fall verhindern.
Oben: BDG-Direktor Armon Cantieni (oben im Bild mit BDG-Vizepräsidenten und künftigem GST-Präsidenten Andreas Hurni) ist die Angelegenheit mehr als peinlich. Zum Zeitpunkt der fraglichen Vertragsabschlüsse im Jahr 2004 war er noch nicht im Amt.
Cantieni könnte sich allenfalls vorstellen, das Rellerli als exklusiven
Freeriderberg zu positionieren, denn dazu wären einzig der Betrieb der
Zubringerbahn und des Berghauses notwendig. Angesichts der zahlreichen
Wünsche und der einzuhaltenden Bedingungen ist abzusehen, dass das
Modell «Konzentration» (wie vor vier Jahren beim Vorgängermodell
«flex») zum Modell «Konzentration plus» mutieren könnte. Damit dürfte –
entgegen der Absicht der BDG – eine Betriebsführung mit öffentlichen
Beiträgen neuerdings zum Thema werden.
Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht des Anzeigers von Saanen.
























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