Wird das Saanenland ohne Pauschalsteuer zum Abwanderungsland?

  30.03.2009 Gemeinde, Saanen, Tourismus, Politik, Gstaad


Sollte die Pauschalsteuer abgeschafft werden, befürchten Vertreter öffentlicher Institutionen im Saanenland Steuereinbussen durch Abwanderung.

Da die Hälfte der 160 Pauschalbesteuerten des Kantons Bern im Saanenland wohnt, befasst sich nun auch die hiesige Politik mit dem Thema. Der Saaner Gemeinde

Er befürchtet, dass ein Teil der Betroffenen wegziehen würde, würde die Pauschalbesteuerung abgeschafft. Den dadurch entstehenden volkswirtschaftlichen Schaden hält er für noch gravierender als die steuerlichen Einbussen. Seine Meinung teilt auch Hans Schär, Präsident des Gewerbevereins Saanenland. Roger Seifritz, Präsident des Gstaad Saanenland Tourismus, befürchtet, die Abschaffung der Pauschalsteuer könne sich negativ auf den Tourismus im Saanenland auswirken. Marcel Bach, Immobilienhändler in Gstaad, hat Angst vor negativen Auswirkungen auf die Baubranche. Blaise Kropf, Co-Präsident der Grünen Kanton Bern glaubt, dass höchstens einzelne das Saanenland verlassen würden, würde die Pauschalsteuer abgeschafft. In einem Punkt sind sich jedoch alle einig: Die Debatte um die Pauschalbesteuerung ist noch lange nicht abgeschlossen. Urs Gasche (BDP), Finanzdirektor des Kantons Bern, sieht einen möglichen Lösungsansatz in einer einheitlichen nationalen Regelung, in deren Rahmen die Pauschalsteuer zwar beibehalten würde, jedoch mit einem erhöhten Ansatz. Mit einem solchen Kompromiss wäre auch Aldo Kropf einverstanden

 


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