Fazit einer Masterarbeit: Wer im Saanenland altern darf, hat Glück

  30.09.2009 Gesellschaft, Saanen


Mittlerweile ist das Alter durchschnittlich der längste Abschnitt im Leben. Daher sollte man sich rechtzeitig und gut darauf vorbereiten, rät die Gerontologin Silvia von Siebenthal-Ramirez.

Im Rahmen ihrer Masterarbeit im Studiengang Gerontologie an der Fachhochschule Bern hat Silvia von Siebenthal

Laut Silvia von Siebenthal-Ramirez ist für die harmonische Integration von Alterszentren in die bestehenden Institutionen und Vereine vermehrt Unterstützung aus der Politik und der Bevölkerung notwendig. Dabei ist auch und vor allem die Hilfe der jüngeren, sensibilisierten Generationen wichtig. Silvia von Siebenthal-Ramirez hat im Rahmen ihrer Untersuchungen festgestellt, dass der Mensch sich auf jede Phase seines Lebens vorbereitet – auf die Ausbildung, das Berufsleben, die Ehe und die Familie. «Nur eben auf das Alter nicht», sagt sie. Doch in einer Gesellschaft, in der man sich in allen Lebensphasen verwirklichen wolle, sei es wichtig, sich auch auf den mittlerweile längsten Lebensabschnitt – auf das Alter – vorzubreriten, um ihn sinnvoll und angenehm zu gestalten. Die Gerontologin lebt seit 30 Jahren in Kolumbien, wo sie beim Aufbau eines alternativen Altersheims für Menschen von der Strasse mitgeholfen hat. Zwei Mal im Jahr kommt sie für etwa drei Monate ins Saanenland, um sich um ihre 94-jährige pflegebedürftige Mutter zu kümmern. Was und wie wichtig Altersarbeit ist, weiss sie also nicht nur aus der Theorie, sondern auch aus der Praxis.

 

 


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