Kirche in Not: Bengalischer Bischof zu Besuch in Gstaad
| Montag, 12. Oktober 2009
Der bengalische Bischof Paul Konen Kubi (links) hat im Rahmen seiner Schweizreise Gstaad besucht. Mit Pfarrer Thomas Müller (rechts) hielt er eine Messe in der katholischen Kirche ab. Anschliessend berichtete er über die Situation der Bevölkerung, insbesondere der Katholiken, in seiner Heimat. In Bangladesh herrschen vielerorts Armut und Arbeitslosigkeit. Ausserdem häufen sich wegen Überbevölkerung Konflikte um den Landbesitz.
«Arbeit gibt es eigentlich nur in den Städten, und 80 Prozent der Bevölkerung leben auf dem Land», beschrieb der Bischof die drastische Situation in Bangladesh. In seiner Diözese leben vor allem Menschen aus dem Nomadenstamm der Mandi. Ursprünglich haben die Nomadenvölker Naturreligionen praktiziert. Bis vor rund 100 Jahren eine grosse Zahl katholischer Missionare nach Bangladesh gesandt wurde. Paul Konen Kubi ist stolz auf das, was sie erreicht haben: «Wir haben Schulen und Kirchen aufgebaut, und inzwischen leben in Bangladesh 300'000 Katholiken.» Die Mehrheit der bengalischen Bevölkerung gehört dem Islam an, von dem sich die Katholiken unter Druck gesetzt und bedroht fühlen. «Der Gründungsvater der Nation, Scheich Mujibur Rahman, hat sich zum Ziel gesetzt, Bangladesh zu einem Schmelztiegel für Menschen unterschiedlicher Religionen zu machen» betonte Lucia Wicki von der katholischen Hilfsorganisation «Kirche in Not», die die Schweizreise des Bischofs initiiert hat. «Doch die Situation der Christen als einer Minderheit wird immer schwieriger.» Foto: Anzeiger von Saanen/Nicole Maron
























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