Wie denkt das Saanenland über die Anti-Minarett-Initiative?
| Donnerstag, 12. November 2009
Am 29. November entscheidet die Schweiz darüber, ob der Bau von Minaretten weiterhin erlaubt sein wird.
Obwohl das Saaner Baugesetz die Errichtung eines Minaretts im Saanenland erschweren könnte, war die Anti-Minarett-Initiative in den letzten Wochen auch hier ein viel diskutiertes Thema. Bei den Befürwortern sowie bei den Gegnern gehen die Emotionen hoch, und Behauptungen stehen gegen Behauptungen. Der Antrag des Initiativkomittees – den Satz «Der Bau von Minaretten ist verboten» in die Bundesverfassung aufzunehmen – erhitzt die Gemüter, wühlt auf, wirft Fragen auf. Die Befürworter der Initiative – die SVP, die Schweizer Demokraten und die EDU – sehen sich mit einer Gegnerschaft konfrontiert, die sich einig wie selten präsentiert: Die CVP, die SP, die FDP, die Grünen, die BDP und die Grünliberalen schreiben in einer überparteilichen Pressemitteilung: «Fast alle Parteien sind sich einig: Die Anti-Minarett-Initiative ist abzulehnen.»
In den Diskussionen, die die Initiative aufgeworfen hat, wurden verschiedene Fragen aufgeworfen: Würde ein Anti-Minarett-Verbot die Religionsfreiheit in der Schweiz einschränken? Würde die Unterlassung des Verbots radikalen Islamisten die Möglichkeit geben, sich auch politisch in der Schweiz zu etablieren? Würde der internationale Ruf der Schweiz als demokratisches und humanitäres Land Schaden nehmen? Würde sich die Schweiz bei einem «Ja» der Aggression der islamischen Welt aussetzen? Würde die Schweiz mit Minaretten überschwemmt werden, wenn der Bau weiterhin erlaubt wäre? Würde das Verbot etwas dazu beitragen, die Rechte der Christen in muslimischen Ländern zu stärken? Ist es die Pflicht eines Christen, sich gegen Minarette einzusetzen? Oder lassen sich ganz im Gegenteil die christlichen Gebote der Toleranz und der Nächstenliebe nicht mit einem solchen Verbot vereinbaren?
Für die Stimmbürger ist es nicht leicht, sich für die Abstimmung vom 29. November ein Urteil zu bilden. Der «Anzeiger von Saanen» vom 13. November bietet einen Überblick über die Positionen von politischen und kirchlichen Vertretern im Saanenland.
Foto: © Dieter Schütz/PIXELIO
























Das Problem dieser Initiative ist es, dass Sie gar nicht gegen die Minarette sondern gegen eine angebliche "Islamisierung" abzielt. Dies wurde auch von SVP Politikern mittlerweilen eingeräumt. Es handelt sich bei der Islamisierung um einen Vorgang der gar nicht statt findet. In der Schweiz leben etwas über 4% Muslime, davon sind ganz bestimmt keine 5% für die Einführung einer Scharia. Eine Scharia wiederum kann in der Schweiz gar nicht eingeführt werden, da wir einen Rechtsstaat haben. Von den 4% Muslimen in der Schweiz haben die wenigsten ein Stimmrecht und schon gar nicht die Mehrheit im National- und Ständert um einen politischen Umsturz in diesem Land einleiten zu können. Bei der SVP Initiative geht es viel mehr darum Angst vor etwas zu schüren, wie in den meisten anderen Vorlagen dieser Partei auch. Glaube findet im Kopf und nicht in einem Minarett statt. Einem Fundamentalisten ist es egal ob er seine Bombenpläne in einer Moschee, einer Moschee mit Minarett oder einfach nur im Wohnzimmer schmiedet. Gerade im Saanenland sollte das Verständnis für andere Kulturen sehr hoch sein. Da die Sprache das höchste Kulturgut überhaupt ist, hat sicher schon jeder festgestellt, dass hier sowohl Französisch als auch Deutsch gesprochen wird. Die Kultur der Westschweizer und der Deutschschweizer sind nunmal verschieden und das beweist der Rööschtigraben bei Abstimmungen auch immer wieder eindrucksvoll. Im übrigen kann ich aus persönlicher Erfahrung sagen, dass alle paar Wochen irgend eine Religionsgemeinschaft an meiner Türe klingelt und sich mit mir über Gott unterhalten will. Niemals stand jedoch ein Muslim oder eine Muslima vor meiner Türe und wollte mich islamisieren. Wenn McDonalds irgendwo einen 15 Meter hohen Werbeturm vor seiner Filiale bauen will, ist dies kaum ein Problem. Möchten Gläubige Muslime auf Ihrer Mosche ein viel kleineres Türmchen haben wird es aber ein Problem (da gab es wohl schwerwiegendere architektonischen Sünden in den vergangenen Jahren, nur für die welche eine Verschandelung des Ortsbildes befürchten). In anbetracht dessen, dass in den vergangenen 40 Jahren gerade mal vier Minarette in der ganzen Schweiz gebaut wurden und die meisten Moscheen schon aufgrund der Kosten sowieso auf ein Minarett verzichten ist diese Initiative der SVP einfach nur Steuergeldverschwendung. Deshalb, und im Hinblick darauf, dass gerade unserer Region NUR von Ausländern lebt die hier Urlaub machen oder gar einen Zweitwohnsitz haben, muss diese Initiative ganz klar abgelehnt werden.
Kommentiert von: Kurt Schwendtner | 13. November 09 um 10:37 Uhr
Minaretten Bau ist zu verbieten Das
ist der weitere Anfang zur moslemisiereung von der CH
Nächste Vorderung die Islam Gesetzte mit Steinigen der Frauen und beschneidedn der Mädchen
JA zum Verbot
Kommentiert von: Peter | 14. November 09 um 17:23 Uhr
Lieber Peter. Lernen Sie doch erst mal selbst richtig Schreiben (und besser auch Lesen), bevor Sie unüberlegte und vor allem unfundierte Kommentare von sich geben, welche nur von Angst zeugen. Steinigung und Mädchenbeschneidung werden in einem Rechtsstaat nie erlaubt sein. Informieren Sie sich doch bitte besser, bevor Sie solches Zeugs schreiben.
Kommentiert von: Andrea | 18. November 09 um 16:39 Uhr