Schneeproduktion richtet sich nach den Regeln der Physik

  14.12.2009 Saanenland, Tourismus, Sport


Ab -4°C können die Beschneiungsanlagen optimale Ergebnisse erzielen. Die Schneesportler – wie hier am Sonntagnachmittag am Saanerslochgrat – freuen sich also über kalte Temperaturen.

Mit grosser Spannung behält Walter Germann, Chef Leiter Technik Betrieb und Mitglied der Geschäftsleitung der Bergbahnen Destination Gstaad AG, die Wetterprognosen im Auge. Freude und Erleichterung stellten sich ein, als das Wetter am Wochenende endlich ein Einsehen zeigte und der Wintersportregion den nötigen Temperatur-Rutsch bescherte.

 

 

 

«Eine effiziente Schneeproduktion ist nur möglich, wenn auch die äusseren Bedingungen stimmen», erklärt Walter Germann. Bereits ab –2,5°C könne man die Maschinen in Betrieb nehmen. Eine brauchbare Qualität und Schneemenge sei jedoch erst ab ca. –4°C zu erreichen. Eine niedrige Luftfeuchtigkeit begünstigt die Produktion ebenfalls. Dass das Warten auf diese Voraussetzungen nun vorbei ist, lässt Walter Germann und die Schneemeister der BDG aufatmen. «Wir reissen uns die Beine aus für eine gute Schneegrundlage und viele von uns haben sogar nachts Pikett-Dienst, um auch ja den richtigen Moment zu erwischen, ab dem die Schneeanlagen eingeschaltet werden können», berichtet Walter Germann. «Hinsichtlich unserer Beschneiungspolitik müssen wir uns wohl oder übel nach den Regeln der Physik richten. Das Wetter beeinflussen können wir nicht. Und eine Wiese mit Wasser zu bespritzen, nur weil wir Lanzen installiert haben, wäre ja dumm.» Man habe bislang jede Minute genutzt, guten Schnee zu produzieren, in der es kalt genug war, so Germann. Er und sein Beschneiungs-Team hoffen nun, dass die Wetter-Vorhersagen eintreffen und knackige Winterkälte dauerhaft Einzug hält.


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