Bauarbeiten an der Gstaader Umfahrungsstrasse
| Montag, 1. Februar 2010
Die Umfahrungsstrasse wird drei Monate lang revidiert – auch der Tunnel und die vier Kreisel. (Foto: Nicole Maron)
Von Anfang April bis Anfang Juli sind an der Umfahrungsstrasse Gstaad umfangreiche Bauarbeiten geplant. Vom Dubi-Kreisel bis zum Würsten-Kreisel, auf einer Länge von insgesamt 1000 Metern, muss der gesamte Belag erneuert werden. Darin enthalten ist auch das 430 Meter lange Strassenstück im Tunnel.
Wie der Projektverantwortliche der kantonalen Baudirektion, Jürg Herrmann, gegenüber dem «Anzeiger von Saanen» erklärte, soll die Strasse während der ganzen Bauzeit in der Nord-Süd-Richtung einspurig befahrbar bleiben. In der Gegenfahrtrichtung soll eine Umleitung über die Bahnhofstrasse–Suterstrasse mit Querung der Promenade beim Viadukt geöffnet werden. «Mit diesem so genannten ‹Grosskreisel› sollen Verkehrsbehinderungen auf ein Minimum reduziert werden. Wir rechnen nur mit wenigen nennenswerten Störungen oder Staus», erklärte Herrmann.
Verkehrstechnisch am heikelsten sind laut Herrmann die Arbeiten an den vier betroffenen Kreiseln (Dubi-Kreisel, Schützen-Kreisel, Hallenbad-Kreisel, Würsten-Kreisel): «Die Kreisel werden jeweils zur Hälfte, das heisst nur in eine Richtung gleichzeitig befahrbar sein. Der Verkehr wird mit einer Ampelsteuerung geregelt werden. Beim Würsten-Kreisel, bei dem der Verkehr von drei Seiten fliesst, könnten dadurch schon Wartezeiten entstehen.»
Der Baubeginn ist zwischen dem 6. und dem 12. April geplant, und spätestens am 4. Juli sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. In diesen drei Monaten wird der bestehende Belag vollumfänglich abgefräst und durch einen neuen Belag ersetzt. Dass bereits zwölf Jahre nach dem Bau der Umfahrungsstrasse so umfangreiche Erneuerungsarbeiten notwendig sind, ist aussergewöhnlich, wie Herrmann bestätigte: «Normalerweise sollten solche Arbeiten erst nach ca. 25 Jahren nötig sein. Die schnelle Abnützung ist wahrscheinlich auf die hohe Belastung zurückzuführen. Die Strasse wird oft von Fahrzeugen mit Schneeketten oder Spikes befahren, und dies hinterlässt natürlich Spuren. Der Grund, warum wir die Erneuerung zum jetzigen Zeitpunkt vornehmen, ist, dass wir einen grösseren Schaden vermeiden wollen. Je länger wir zuwarten, desto mehr Revisionsarbeiten sind nachher notwendig.»
Damit die Strasse diesmal länger hält, soll nun ein anderer Belag verwendet werden: «Es handelt sich um einen so genannten kunststoffmodifizierten S-Belag, der besonders widerstandsfähig ist, aber trotzdem nicht spröde und rissig wird», erklärt Jürg Herrmann. Ausserdem wird dieser Belag erheblich dicker als vorher: Statt 13 cm wie bisher soll er nachher 20,5 cm stark sein – eine Nachrüstung, wie sie den hiesigen Bedingungen und Belastungen entspricht.
Es stellt sich die Frage, warum dies nicht bereits beim ursprünglichen Strassenbau berücksichtigt wurde. Herrmann geht nicht von einer Fehleinschätzung beim damaligen Bau aus: «Die Verkehrslage hat sich in den letzten zwölf Jahren verändert. Für den damaligen Zeitpunkt war die Entscheidung für den gewählten Belag richtig. Doch heute wird die Strasse wesentlich mehr belastet, und so ist diese Anpassung angemessen.»
Im Tunnel soll nicht nur die Strasse wieder in Stand gebracht werden – auch die Wände erhalten einen neuen Anstrich: «Es wird heller und freundlicher werden», verspricht Herrmann. Auch leichte Anpassungen im Bereich Sicherheitsstandards sind notwendig: «Es geht dabei vor allem um Hinweisschilder sowie SOS-Kästen, mit denen direkt die Polizei alarmiert wird.»
Verkehrstechnisch am heikelsten sind laut Herrmann die Arbeiten an den vier betroffenen Kreiseln (Dubi-Kreisel, Schützen-Kreisel, Hallenbad-Kreisel, Würsten-Kreisel): «Die Kreisel werden jeweils zur Hälfte, das heisst nur in eine Richtung gleichzeitig befahrbar sein. Der Verkehr wird mit einer Ampelsteuerung geregelt werden. Beim Würsten-Kreisel, bei dem der Verkehr von drei Seiten fliesst, könnten dadurch schon Wartezeiten entstehen.»
Der Baubeginn ist zwischen dem 6. und dem 12. April geplant, und spätestens am 4. Juli sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. In diesen drei Monaten wird der bestehende Belag vollumfänglich abgefräst und durch einen neuen Belag ersetzt. Dass bereits zwölf Jahre nach dem Bau der Umfahrungsstrasse so umfangreiche Erneuerungsarbeiten notwendig sind, ist aussergewöhnlich, wie Herrmann bestätigte: «Normalerweise sollten solche Arbeiten erst nach ca. 25 Jahren nötig sein. Die schnelle Abnützung ist wahrscheinlich auf die hohe Belastung zurückzuführen. Die Strasse wird oft von Fahrzeugen mit Schneeketten oder Spikes befahren, und dies hinterlässt natürlich Spuren. Der Grund, warum wir die Erneuerung zum jetzigen Zeitpunkt vornehmen, ist, dass wir einen grösseren Schaden vermeiden wollen. Je länger wir zuwarten, desto mehr Revisionsarbeiten sind nachher notwendig.»
Damit die Strasse diesmal länger hält, soll nun ein anderer Belag verwendet werden: «Es handelt sich um einen so genannten kunststoffmodifizierten S-Belag, der besonders widerstandsfähig ist, aber trotzdem nicht spröde und rissig wird», erklärt Jürg Herrmann. Ausserdem wird dieser Belag erheblich dicker als vorher: Statt 13 cm wie bisher soll er nachher 20,5 cm stark sein – eine Nachrüstung, wie sie den hiesigen Bedingungen und Belastungen entspricht.
Es stellt sich die Frage, warum dies nicht bereits beim ursprünglichen Strassenbau berücksichtigt wurde. Herrmann geht nicht von einer Fehleinschätzung beim damaligen Bau aus: «Die Verkehrslage hat sich in den letzten zwölf Jahren verändert. Für den damaligen Zeitpunkt war die Entscheidung für den gewählten Belag richtig. Doch heute wird die Strasse wesentlich mehr belastet, und so ist diese Anpassung angemessen.»
Im Tunnel soll nicht nur die Strasse wieder in Stand gebracht werden – auch die Wände erhalten einen neuen Anstrich: «Es wird heller und freundlicher werden», verspricht Herrmann. Auch leichte Anpassungen im Bereich Sicherheitsstandards sind notwendig: «Es geht dabei vor allem um Hinweisschilder sowie SOS-Kästen, mit denen direkt die Polizei alarmiert wird.»
























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