Gespräch auch mit den Verantwortlichen aus dem Saanenland und der STS AG
| Donnerstag, 11. Februar 2010
Für die STS AG ist Saanenmöser der richtige Standort für ein neues Spital – Widerstand kommt vor allem aus dem Simmental. Unter der Federführung der Regierung soll nun nach einer politischen Lösung gesucht werden. (Foto: Archiv AvS/Anita Moser)
Am 9. Februar 2010 haben sich Regierungspräsident Hans-Jürg Käser, Regierungsrat Philippe Perrenoud und Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer mit einer Delegation aus der Region Simmental getroffen, um sich über die Sorgen der Bevölkerung zur Entwicklung in der Region auszusprechen. Die Aussprache diente dazu, im Dialog die Probleme gemeinsam zu identifizieren und nach möglichen Lösungen zu suchen.
Schwerpunkte der Diskussion waren die medizinische Versorgung Simmental-Saanenland in Verbindung mit der geplanten Schliessung des Spitals Zweisimmen, die Rolle des Verwaltungsrats und die Wahl des CEO der Spitalgruppe Simmental-Thun-Saanenland AG (STS AG), der Ausbau der Simmentalstrasse sowie die zweite Bauetappe Laubegg. Ebenfalls zur Sprache kam der geplante Verkauf des Schlosses Blankenburg und dessen Nutzung als Zeremonie- und Traulokal. Beide Delegationen haben an der Aussprache ihre Standpunkte dargelegt. Im Dialog wollen beide Seiten gemeinsam die anstehenden Herausforderungen anpacken und gemeinsam nach Lösungen suchen.
Regierungspräsident Hans-Jürg Käser betonte, dass es für die Regierung wichtig sei, die Anliegen der verschiedenen Parteien im direkten persönlichen Gespräch zu erörtern. Der Austausch der Standpunkte diene der Meinungsbildung. Die Regierungsdelegation werde nun dem Gesamtregierungsrat über die Ergebnisse der Aussprache berichten. Bevor bei den diskutierten Themen nächste Schritte unternommen würden, werde die Regierung selbstverständlich auch das Gespräch mit Vertretern der anderen zuständigen Organe führen.Gespräch mit allen Verantwortlichen
Ein grosser Teil der offenen Aussprache drehte sich rund um die Frage der Spitalversorgung in der Region. Beide Seiten betonten, dass vor 2012 ein Bauprojekt erarbeitet werden muss. Die Delegation des Regierungsrats hat den Vertretern der Region zugesichert, dass sie raschmöglichst und mit hoher Priorität auch das Gespräch mit den Verantwortlichen der anderen Region und den Verantwortlichen des Verwaltungsrats der Spital STS AG führen werde. Aufgrund der heute verfahrenen Situation ist aus Sicht der Regierungsdelegation eine Lösung nur möglich, wenn sich alle Betroffenen mit Unterstützung der Regierung gemeinsam an einen Tisch setzen, um die Versorgungs- und Standortfrage offen zu erörtern.
Spital STS begrüsst den offenen Dialog
Nach monatelangen, aufwendigen, umfassenden und wirtschaftlich abgestützten Prüfungen stehe fest, dass unabhängig von Grundstücksfragen nur ein Standort Zukunft habe – sowohl für die Einwohnerinnen und Einwohner des Einzugsgebiets als auch für die Feriengäste und Tagestouristen, schreibt die Spital STS AG in einer Medienmittelung. «Ein nur halb ausgelastetes Spital hat in der heutigen Zeit keine Überlebenschance mehr und sicher auch keine Arbeitsplätze. Der Entscheid über die künftige Spitalversorgung liegt so in der Hand der Region.» Seit drei Jahren werdd geplant, entwickelt, diskutiert, gestritten. «Weitere Zeitverluste kosten nicht nur Geld – sie lösen auch das Problem nicht.» Entsprechend unterstütze der Verwaltungsrat Spital STS AG, dass nun unter der Federführung des Kantons nach einer politischen Lösung gesucht werde.
























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