Gsteig: Bauernhaus durch Brand zerstört

  28.02.2010 Gsteig

Im Saali ist in der Nacht auf Sonntag ein Bauernhaus durch einen Brand vollständig zerstört worden. Personen und Tiere kamen nicht zu Schaden. Die Brandursache ist Gegenstand der Ermittlungen.

Am Sonntag, 28. Februar 2010 meldete kurz vor 04.30 Uhr, ein Anwohner der Regionalen Einsatzzentrale der Kantonspolizei Bern in Thun, dass im Saali in Gsteig eine Scheune in Vollbrand stehe. Die sofort alarmierten Feuerwehren von Gsteig und Saanen hatten den Brand rasch unter Kontrolle. Das nicht mehr landwirtschaftlich genutzte Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder. Der Bewohner war zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht anwesend, und Tiere waren keine eingestellt.

Mit rund 40 Mann im Einsatz
Nach der Alarmierung kurz nach halb fünf habe er das Ersteinsatzelement der Feuerwehr Gsteig – das sind rund 30 Mann – aufgeboten, später noch ein paar weitere Feuerwehrleute, informierte Feuerwehrkommandant Tom Schild auf Anfrage. Und die Feuerwehr Saanen rückte mit dem Tanklöschfahrzeug – dieses fasst rund 8000 Liter Wasser – an. Insgesamt standen fast 50 Feuerwehrleute im Einsatz – um die 40 von der Feuerwehr Gsteig und sechs von der Feuerwehr Saanen. «Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das Bauernhaus in Vollbrand, die Scheune war schon abgebrannt», so Schild.
Das Löschwasser wurde aus dem rund 400 Meter weit entfernten Saaligraben bezogen. Im Weiteren standen zwei landwirtschaftliche Fahrzeuge samt Bschüttiwagen im Einsatz. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch den heftigen Föhnsturm. Um die Einsatzkräfte vor herumfliegendem Dachblech zu schützen, wurde das Blech mit einem Kran in eine vor Ort gebrachte Mulde geladen.

Gefahr durch «Flugfeuer»
In unmittelbarer Nähe gab es zum Glück keine weiteren Gebäude, dennoch bestand eine der Hauptaufgaben der Feuerwehr darin, umliegende Gebäude zu schützen. «Wegen des starken Föhnsturms wurden die Glutstücke rund 500 Meter weit weggetragen», so Schild.

Ein «sehr gut» vom Kreisfeuerwehrinspektor
Indem er angesichts des Föhnsturmes das Flugfeuer im Auge behalten und in erster Linie den Wasservorrat für den Schutz der umliegenden Gebäuden gebraucht habe, habe der Feuerwehrkommandant taktisch sehr gut entschieden, lobte Otto Tritten, der ebenfalls wenige Minuten nach der Alarmierung vor Ort war. Im Weiteren attestierte der Kreisfeuerwehrinspektor den Feuerwehrleuten ein «Mitdenken auf allen Stufen». Dass der Atemschutzoffizier sofort Essen und Trinken organisiert habe für seine Kameraden – und das ohne Befehl vom Kommandanten und nachdem sich herausgestellt habe, dass er nicht benötigt werde – habe ihn ungemein gefreut, so Tritten. «Ebenso, dass der Kommandant die Landwirte unter den Einsatzkräften am frühen Morgen nach Hause geschickt und dafür andere aufgeboten hat.»

Brandursache wird abgeklärt
Der Sachschaden kann derzeit noch nicht beziffert werden. Die Brandursache steht noch nicht fest, entsprechende Ermittlungen sind eingeleitet worden.

von Anita Moser / Foto: Anita Moser


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