Kältester Januar seit 23 Jahren
03.02.2010 Natur
Im Januar 2010 fiel oft, aber nicht viel Schnee – dafür war es aussergewöhlich kalt. (Foto: Archiv AvS)
Die Schweiz erlebte den kältesten Winter seit 23 Jahren. Letztmals deutlich kälter war der Januar 1987. Die Kälte erfasste alle Landesteile. Speziell betroffen waren die mittleren Höhenlagen. Begleitet wurde die Kälte von einer ausgesprochenen Trockenheit.
Einen ausgesprochenen winterlichen Eindruck vermittelte auch der häufige Neuschnee, auch wenn die Neuschneemengen jeweils sehr gering blieben. In den letzten Jahrzehnten zeigte sich der Januar in der Schweiz meist überdurchschnittlich warm – eine Folge der markanten Witterungserwärmung Ende der 1980er Jahre. Erst in jüngster Zeit sank die Januar-Temperatur vereinzelt wieder merklich unter den langjährigen Durchschnitt. Eine extreme Januarwärme brachten demgegenüber die beiden ebenfalls nicht weit zurückliegenden Winter 2006/07 und 2007/08 – ein eindrückliches Beispiel dafür, wie gross die Temperaturschwankung von Jahr zu Jahr sein kann. Die Niederschlagsmengen blieben flächendeckend unter 50 Prozent der normalen Januarwerte. In der ganzen Schweiz war der Januar 2010 rund 1,5 Grad «zu kalt». In mittleren Höhenlagen war das Temperaturdefizit mit 2,0 bis 2,5 Grad am grössten. Deutlich kälter war der Januar 1987 mit minus 3,0 Grad.

