«Something Special» für den Perlen-Liebhaber
| Montag, 8. Februar 2010
Marlis Leo, die eine Organisations-Agentur mit Sitz in Gstaad und Offenbach betreibt, lernte Fürstin Hikari Hashimaru Shigemitsu Fujiwara auf einer Ausstellung in Frankfurt kennen und brachte sie nach Gstaad. (Foto: Tina Dosot)
Dass Perle nicht gleich Perle ist, beweist die Ausstellung «Something Special», welche vom 8. bis zum 10. Februar im Gstaad Palace zu sehen ist. Die in Deutschland ansässige Diplom-Humanbiologin Fürstin Hikari Hashimaru Shigemitsu Fujiwara hat aus ihrem Fachgeschäft «Something Special» in Bad Nauheim Raritäten der japanischen Südseeperlen-Züchtung mitgebracht. Sehr exotische, selten gesehene Perlen, wie das fünfreihige Collier aus Südsee-Keshi-Zuchtperlen, aber vor allem einige der exklusivsten und kostbarsten klassischen Südsee-Zuchtperlen-Colliers der Welt, deren Wert im sechs- bis siebenstelligen Bereich liegen kann, sind zu bewundern.
Das Unternehmen der über 28 Generationen reichenden japanischen Adelsfamilie Hashimaru wurde vom Vater der Fürstin, dem Meeresbiologen Fürst Taisei Hashimaru, 1960 gegründet. Er war weltweit der einzige Meeresbiologe, der sich auf die Züchtung der Akoya-Muscheln und deren Zuchtperlen spezialisiert hat. Auch Fürstin Hikari Hashimaru ist Biologin. «Neben jahrzehntelanger Familientradition im Handel mit internationalen Firmen bieten wir als meeresbiologisch geprägtes Unternehmen vor allem Fachkompetenz. Dies ermöglicht uns, Perlen der besten Züchter der Welt verarbeiten zu können», so die Fürstin. Welche wundervollen Kreationen daraus entstehen können, zeigt die Ausstellung eindrücklich. Aber Perle ist nicht gleich Perle. Die Exoten seien sehr eindrucksvoll und ebenfalls von höchster Qualität, so die Fürstin weiter, sie kämen aber in Wert und Schönheit nicht an die klassische weisse Südsee-Zuchtperle heran. Die Ausstellung zeigt einige der seltensten Colliers, natürlich alles Unikate, deren Wert im sechs- bis siebenstelligen Bereich liegen kann.
Kaum bekannt ist, dass die Züchtung von Perlen seit 1921 vom japanischen Staat patentrechtlich geschützt und seither ein Bestandteil der japanischen Kultur und Geschichte ist. Das «Einimpfen des Kerns», aus dem später in Zuchten auf der ganzen Welt edelste Perlen heranwachsen, ist noch heute ein wohlgehütetes Geheimnis der Japaner und geschieht stets unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Und erst, wenn die entstandenen Perlen die strenge Qualitätskontrolle des Japanischen Perlenexporteurverbandes durchlaufen haben und von diesem genehmigt wurden, dürfen sie als Japan-Perlen gehandelt werden. «Unser Unternehmen hat Einsitz in diesem Komitee», erklärt die Fürstin, «dadurch können unsere Kunden zusätzlich der Qualität unserer Produkte vertrauen.» Die Kombination aus Tradition, Fachwissen und Vertrauen gebe den Kunden die Sicherheit, ein wirklich aussergewöhnliches Produkt zu erwerben.
























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