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Spitalneubau: Ein Komitee lanciert Gemeindeinitiative

Ortstafel_Saanenmoeser_781 Die Einwohnergemeinde Saanen soll der STS AG kein Land für ein Spital zur Verfügung stellen. Gemeinderat und Bevölkerung sollen sich stattdessen aktiv einsetzen für einen Spitalneubau in Zweisimmen.


Die Feststellungen «Pech gehabt, ihr nachfolgenden Generationen» von Aldo Kropf , «das Aus ist nah» von Ruth Oehrli und Christoph Ringiers «Ein Drama erster Güte» dürfen sich nicht bewahrheiten.
Einig sind sich scheinbar alle Saaner und Obersimmentaler, dass wir ein Akutspital in der Region brauchen und wünschen. Die Fokussierung auf den eigenen Standpunkt hüben und drüben führte jedoch zu einer höchst unerfreulichen, unüberwindbaren Pattsituation (das Pays-d’Enhaut sollten wir, aus sprachlichen Gründen und in Anbetracht der unfairen Behandlung in den vergangenen Jahren, ausklammern).
Zu hoffen wäre, dass ein Machtwort oder eine geschickte Vermittlung des Regierungsrates uns rechtzeitig aus dem Dilemma befreien können. Wobei sich auch dabei eine Seite als Verliererin vorkommen muss. Besorgte Bürger/innen der Gemeinde Saanen befürchten, dass mit weiterem Zuwarten kostbare Zeit verstreicht und schlussendlich die notwendige finanzielle Unterstützung des Kantons verpasst wird. Das Initiativkomitee wagt einen Befreiungsschlag, auf die Gefahr hin, als «Landesverräter» zu gelten.
Da wir die Probleme der anderen nicht lösen können, versuchen wir den Ansatz bei uns selber zu suchen. Im Wissen, dass schlussendlich einzig und allein die Spital STS AG das Sagen haben wird, und in der Hoffnung, dass diese den Anspruch der Bevölkerung im Obersimmental und im Saanenland auf ein regionales Akutspital respektiert, lösen wir Saaner den gordischen Knoten durch den Verzicht auf ein hiesiges Spital. Es wäre zu hoffen, dass die (neue) Führung der Spital STS AG und die – nicht sehr diplomatischen – Kontrahenten aus dem Obersimmental sich wieder zusammenfinden, denn so könnte vielleicht in der verbleibenden Zeit bis 2012 der Bau eines allen dienenden Akutspitals noch knapp möglich sein.
Schön wäre, wenn wir Saaner, immerhin mit einem ausgeprägten gesundheitlichen Eigeninteresse, uns an diesem Projekt wohlwollend mitengagieren, wie bei den Bergbahnen. Um Nägel mit Köpfen zu machen, lanciert das Komitee ab 23. Februar 2010 eine Unterschriftensammlung zu einer Gemeindeinitiative mit folgendem Text: «Die Einwohnergemeinde Saanen stellt der Spital STS AG im Saanenland kein eingezontes und erschlossenes Bauland für einen Spitalneubau zur Verfügung. Stattdessen setzen sich der Gemeinderat und die Bevölkerung aktiv für einen Spitalneubau in Zweisimmen ein.»
Die Initianten sind sich bewusst, dass mit den 440 nötigen Unterschriften der Saaner Stimmbürger/innen die Latte hoch liegt und dass auch die Annahme der Initiative an einer kommenden Gemeindeversammlung noch nicht zum Voraus gewonnen ist. Die Urheber/in der Initiative fühlen sich aber ihren Nachkommen verpflichtet und wollen ein daherkommendes Drama oder ein definitives Aus nicht untätig auf sich nehmen.

Die Initianten: Hanspeter Grundisch-Matti, Gstaad; Fritz Würsten-Seewer, Gstaad; Peter Matti-Siegenthaler, Saanen; Urs Schwenter-Wolff, Saanenmöser


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Kommentare

das ist die beste Lösung Spital Neubau in Zweisimmen
Entlich eine ganz richtige Iniative Saanenland erwache !!!!

finde ich eine super lösung, dass in zweisimmen ein spital gebaut wird. ich habe sowieso bedenken, bis sich das obersimmental und saanenland ausgezankt haben, ist der neubau des spitals nicht mehr zu realisieren und wir vom saanenland dürfen nach thun fahren...

ich finde es sehr mutig und richtig, dass bürger vom saanenland diese einstellung öffentlich kundthun und auf eine lösung hinweissen, wo schon alles erschlossen und zur verfügung steht. zweisimmen ist doch sehr zentral und sicher kostengünstig.
wir brauchen doch ein akutspital in unserer region.

Zweisimmen ist die beste Lösung
Hoffe es werde dort ein Spital gebaut und nicht auf der Möser
Wenn schon auf der Möser muss das Saanenland den ganzen Bau und Unterhalt und Betrieb aus eigenm Steuergeld bezahlen und gar keine Hilfe aus dem Kanton
oder andern Gemeinden.Wenn schon dann halt auch

Letztlich muss die STSAG entscheiden, wo sie aus betriebswirtschaftlichen Gründen bauen will. Oder wir leisten eine vollumfängliche Betriebsdefizit- garantie von X-Millionen, da könnten wieder wir bestimmen. Letztlich haben wir vor Jahren an der Urne diese Finanzierungsvorlage für den Kt. angenommen.

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