Feutersoey war am Wochenende Langlaufparadies

  02.03.2010 Feutersoey, Ski, Wintersport, Sport

Am Wochenende bildete Feutersoey den Mittelpunkt der Schweiz für Langläufer/innen. Rund 100 nahmen am internationalen FIS-Rennen und um die 60 JOler am nationalen Feutersoeyer Langlauf teil.

Der Björnstadlauf als FIS-Rennen wurde am Samstag mit dem für das Publikum attraktiven Sprint in der klassischen Technik über einen Kilometer eröffnet. Dazu musste zuerst ein Prolog von einem Kilometer zur Qualifikation gelaufen werden. Nur die 16 Besten kämpften dann in Vierergruppen um den Aufstieg in die nächste Runde – die zwei besseren Läufer kamen eine Runde weiter, die zwei schlechteren schieden aus. Das eher flache Terrain und die klassische Technik liessen den Sprint zu einem Doppelstockstossrennen werden, das die Favoriten klar für sich entscheiden konnten. Noe Tuffer bei den Herren und Tatjana Stiffler bei den Damen, beide aus Davos, standen am Ende zuoberst auf dem Podest. Lena Pichard aus dem Nachbardorf Les Diablerets wurde hinter Tatjana Stiffler Zweite. Als erster Oberländer findet sich Mathias Inniger aus Adelboden auf dem siebten Schlussrang.

Bronze für Nathalie von Siebenthal
Bei Sturmwind wurde am Sonntagmorgen zum Massenstart zu den 15 km für die Herren, die 10 km für die Damen und die Junioren und zu den 5 km für die Juniorinnen angetreten. Durch die tiefen Temperaturen in der Nacht blieb die Loipe gefroren und hielt den Belastungen erstaunlich gut stand. Damit waren die Bedingungen für ein faires Rennen gegeben. Bei den Damen konnte sich Lena Pichard aus Les Diablerets im Schlusssprint gegen Carmen Emmenegger aus Flühli mit einer Zehntelsekunde Vorsprung durchsetzen. Auf dem Podest der Herren waren keine Schweizer zu finden: Der US-Amerikaner Noah Hoffmann, die Kanadier Len Valjas und Frédéric Touchette teilten sich die Plätze 1 bis 3. Der Adelbodner Mathias Inniger lief auf den neunten Platz. Nathalie von Siebenthal vom SC Turbach-Bissen wurde für ihre Leistung in der Kategorie U18 mit Bronze belohnt. Die junge Saanerin lief am Sonntag zwei Rennen: Nach den fünf Kilometern am Morgen noch die Strecke für den Berner Cup im Rahmen des Feutersoeyer Langlaufs. Dieses zweite Rennen hatte fast den Charakter eines JO-Rennens mit vielen einheimischen Läuferinnen und Läufern der JO Saanenland. Eine tolle Leistung brachte auch der einheimische Feutersoeyer Lukas von Siebenthal. Er wurde Zweiter in der Kategorie U12. Den Jugendlichen bot der Anlass eine willkommene Gelegenheit, sich auf die regionalen, nationalen und – wer weiss – vielleicht einmal internationalen Rennen vorzubereiten.

Goldener Hoffnungsschimmer für Feutersoey
Vier Athleten des schweizerischen Nationalkaders waren nicht in Feutersoey: Dario Cologna, Curdin Perl, Toni Livers und Remo Fischer sind immer noch an den Olympischen Spielen in Kanada. Sie waren aber schon alle in Feutersoey. Sie werden auch wieder nach Feutersoey kommen, wenn es der Wettkampfplan zulässt und keine Weltcuprennen oder Olympischen Spiele sie daran hindern. Der 71. Björnstadlauf und 39. Feutersoeyer Langlauf vom vergangenen Wochenende waren eines von fünf FIS-Rennen in der Schweiz. Es ist eine Auszeichung für Organisatoren und Sponsoren, dass Feutersoey ein solches Rennen Jahr für Jahr durchführen darf. Der Anlass in Feutersoey steht im Schatten der vielen sportlichen und kulturellen Anlässe im Saanenland, die alle um die Gunst des Publikums werben. Das Schattenstehen müsste und sollte nicht sein. Es ist zu hoffen, dass der Schein von Dario Colognas Olympiagold nächstes Jahr auch bis zu uns ins Saanenland reicht und dem sympathischen Anlass die Aufmerksamkeit beschert, die er verdient.

von Thomas Raaflaub, Karin Zeller


Ranglisten auf www.scgsteig.ch

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