Spital: Regierung erachtet Neubau in Saanenmöser als nicht realisierbar
Region | Freitag, 2. Juli 2010
Die Kompetenz bleibt jedoch beim Verwaltungsrat. Dieser soll die konzeptionellen Arbeiten zur langfristigen Sicherung der medizinischen Grundversorgung in Abstimmung mit den lokalen Behörden weiterverfolgen.
Nach Gesprächen mit den Behördendelegationen aus dem Simmental und Saanenland sowie dem VR der Spital STS AG hat der Regierungsrat eine Aussprache über die künftige Spitalversorgung geführt. Er sorgt sich um die Sicherung der medizinischen Grundversorgung in den ländlichen und peripheren Gebieten des Kantons unter den Bedingungen der neuen Spitalversorgung.
Die Regierung hat zur Kenntnis genommen, dass die Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) – zusammen mit den Regionalen Spitalzentren – intensiv daran arbeitet, um den ab 2012 mit der Teilrevision des Krankenversicherungsgesetzes verbundenen Herausforderungen zu begegnen. Im Herbst dieses Jahres sollen zudem die Resultate aus der vom Regierungsrat im Mai 2010 beschlossenen Überprüfung seiner Eigentümerstrategie für die Regionalen Spitalzentren vorliegen. Auf der Basis der Vorarbeiten der GEF wird die Regierung den kommenden Monaten bedeutende politische Entscheide in der Versorgungsplanung 2011–2014 sowie bei der Revision des Spitalversorgungsgesetzes treffen. Aufgrund dieser intensiven, parallel verlaufenden Vorbereitungsarbeiten in der kantonalen Gesundheitsplanung sowie der im Juni lancierten Volksinitiative zur Sicherstellung der medizinischen Akutversorgung fehlen aber heute noch wesentliche, politisch konsolidierte Grundlagen zur Beurteilung der weiteren Entwicklung der Spitalversorgung.
Aufgrund der ihm zur Verfügung stehenden Informationen erachtet der Regierungsrat den Neubau eines Spitals in Saanenmöser als nicht realisierbar und somit als nicht zweckdienlich für das Gewährleisten der Grundversorgung im Raum Simmental-Saanenland.
Der Regierungsrat hat dem VR der Spital STS AG mitgeteilt, dass er die konzeptionellen Arbeiten zur langfristigen Sicherung der medizinischen Grundversorgung im Raum Simmental-Saanenland unter Berücksichtigung von Qualität, Wirtschaftlichkeit und Zugänglichkeit für die Bevölkerung in Abstimmung mit den lokalen Behörden weiter verfolgen soll.
























Richtig, ein Neubau auf der Möser ist
total daneben und kostet den Steuerzahler nur Millionen,
Und alle Jahre Defi in Millonen auch wieder zu Lasten vom Steuerzahler.
Das Spital in Zweisimmen ist der richtige Ort,
Saanen hatte ja schon beim heutigen
daneben gegriffen.
Kommentiert von: Gusti | 02. Juli 10 um 20:31 Uhr
Die eiskalte Dusche, dass ein Akutspital in Saanenmöser nicht realisierbar ist, verdanken wir nicht zuletzt der Polemik im Anschluss an das gebrochene Versprechen des Gemeindeverbands Obersimmental bis hinunter zu der von Profilierungsneurotikern lancierten Gemeinde-Initiative Spitalstandort.
Kommentiert von: Niki Rommel | 02. Juli 10 um 21:07 Uhr
Eine alte Weisheit besagt, dass aus zwei Kranken noch nie ein Gesunder geworden ist. Es ist der VR der STS AG der dieses Spital partout bauen wollte und dazu war ihm und einigen Interessen-Vertreter jedes Mittel recht: Die klaren Vorzüge des Spitals Zweisimmen (Gebäude, Zufahrt, Landreserven, Wohn-Situation der künftigen Mitarbeiter, Dorfnähe/Infrastruktur) mussten mit allen erdenklichen Tricks und Kniffs 'gebodigt' werden.
Immer wurde von den 'potentiellen' Patienten des Saanenlandes gesprochen die das neue Spital befruchten würden. Dabei ist doch sonnenklar, dass ein wohlhabender Gast aus Paris, London, München oder gar aus Uebersee ein Spital im Saanenland (oder Obersimmental) lediglich als Erstversorgungs-Klinik berücksichtigen würde. Der Privat-Jet steht binnen Stunden auf dem Flugplatz von Saanen und die STS AG 'guckt in die Röhre'! Die gemachten Aussagen, wonach ein Spital-Neubau in Saanenmöser für Fr. 20 Mio. gebaut werden könne, hat zudem die Bevölkerung hüben und drüben misstrauisch gemacht. In Gstaad werden doch längst Luxus-Chalets zwischen 30 und 60 Mio. gebaut... Letztlich behaupten 'böse Zungen', einige 'Mösner' und die Bergbahnen Destination Gstaad AG (BDG)hätten sich mit einem Spitalneubau bequem und gratis mit einer neuen Zufahrt (Brücke) zu den Saanerslochbahnen bedienen wollen. Kurzum: Nein zu neuen Defiziten und nein zur Finanzierung von Partikularinteressen durch den Steuerzahler! Der Entscheid der Berner-Regierung ist nur zu begrüssen.
Kommentiert von: lcd | 04. Juli 10 um 00:18 Uhr
wenn das Spital in Saanen mit den 'Reichen' rentieren würde wäre der Sonnenhof als Privat (= Reichen?) Spital nicht von Saanen weg!
Da hat die STS AG die Chance verpasst das unrentable zu kleine Spital Saanen zu schliessen........
Kommentiert von: exundi | 04. Juli 10 um 21:29 Uhr
Endlich haben sie es begriffen, dass es nur Geld kostet, auf den Saanenmöser ein neues Spital zu bauen!!!!!
Kommentiert von: müller | 07. Juli 10 um 19:08 Uhr