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So gut die Idee vom gemeinsamen kulturellen Tun von einheimischen Kindern und Roma-Kindern auch ist - sie hätte einen deutlich besseren und angemesseneren Rahmen verdient.
Der Abend war vom Programm her eine wild zusammengewürfelte Nummernrevue ohne erkennbaren roten Faden, durch die sich ein denkbar schlecht präparierter Conferencier mit gewollter Witzigkeit hindurchhaspelte. Weder war erkennbar, warum die jeweiligen Interpreten als Repräsentanten einer besonderen Facette der Sinti- und Roma-Kultur auftraten, noch wurde deutlich, in welchen Zusammenhang sie die jeweiligen Stücke gestellt sehen wollten.
Und dann das Publikum! Mag sein, daß in anderen Bereichen des Festzeltes anders zugehört wurde. In meiner allernächsten Umgebung wurden lauthals private Unterhaltungen geführt, der offenbar anstehende Wechsel beim Gebäudeversicherer diskutiert oder ein besonders aufgekratztes Ehepaar kommentierte deutlich erheitert das Erscheinungsbild der Aufführenden wie der Zuschauer. Für ein Konzert im Rahmen des Menuhin-Festivals hätte ich doch deutlich mehr Niveau erwartet.
So war die Flucht in einer viel zu späten Pause die Rettung des Abends – Schade für die Kinder, die offenbar als rühmliche Ausnahme mit Herzblut bei der Sache waren.
Kommentiert von: Faßbender | 07. September 10 um 09:59 Uhr
Offenbar ist mein Kommentar vom 6. September nicht bei Ihnen angekommen: Ich versuche es nochmals. Im Gegensatz zum oben abgedruckten Bericht möchte ich Volker Biesenbender mein Kompliment machen für den tollen Abend. Der Zuhörer, der in der Pause heimging kritisiert nur die äusserlichen Umstände.
Uns haben die Musik und die Tänze und die Ausstrahlung der KünstlerInnen sehr berührt! Ein richtiges Zigeunerfest, wie angekündigt. Wild zusammengewürfelt, wie es nur an einem Fest möglich ist. Es hat gelebt und es wurde improvisiert und die Energie hat gesprüht, wir fanden es ganz toll, vor allem auch die Kinder! Vielen Dank, für das tolle Erlebnis.
Kommentiert von: Katrin Zigerli Bern | 08. September 10 um 18:30 Uhr