Subventionen für Hörner?

90 Prozent der Kühe in der Schweiz haben keine Hörner. Dies will Armin Capaul, Kleinbauer im Berner Jura, ändern. Seine Lösung: Tiere mit Hörnern sollen vom Bund finanziell unterstützt werden. Für Erich von Siebenthal ein berechtigtes Anliegen, für Bethli Küng ein unnötiges.

 


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Market Research

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Kommentare

Ich bin nur dann damit einverstanden, wenn diese Subvention von denjenigen Bauern bezahlt wird, die ihre Kühe enthornen. Diese bezahlen also so etwas wie eine Enthornungssteuer, mit der die neue Subvention finanziert wird. Am Schluss muss ein Nullsummenspiel resultieren, inkl. Verwaltungsaufwand.
Was den Leuten immer in den Sinn kommt! Ich finde man sollte, wenn es den soweit kommt, nur für Hörner Geld bekommen, die schön geformt sind und nicht solche für die mann einen "Waffenschein" braucht. Es wäre auch sinnvoll, einen Fonds einzurichten für Hörnergeschädigte z.B.-50 Rp von dem Fr 1.-fliessen dort hinein. Wir haben Kühe mit und ohne Horn, ich finde nicht, dass wir Tierquäler sind, weil wir Kälber enthornen. Es muss in den ersten 2-3 Monaten passieren. Ich wünsche allen, dass es keine grösseren Probleme gibt als dieses Thema.
Das Anliegen, dass Kühe nicht enthornt werden sollen oder dürfen, kommt ungefähr 40 Jahre zu spät. Jetzt, wo es bereits europa- oder gar weltweit Standard ist, ist es eher müssig, sich über solche Themen aufzuhalten, gibt es doch eigentlich genug „richtige“ und wichtigere Probleme in der Landwirtschaft, die es zu lösen gäbe. Behornte Kühe im Laufstall? Als ehemaliger Gegner für hornloses Rindvieh haben ich das einige Jahre versucht. Darum kann ich mit gutem Gewissen behaupten, genügend zu wissen, von was man hier spricht. Die Verletzungsgefahr unter den Tieren ist zu gross. Die Unruhe im Stall und der Stress für die Kühe kann sich bis auf die Familie übertragen, Hörner jochen ist praktisch unmöglich und die Befürchtung, dass verkaufte Kühe dann doch enthornt werden, war zu gross. Da sind wir entschieden dagegen! Wir wurden uns in der Familie einig. Die kleinen Kälber müssen unter Narkose durch den Tierarzt fachmännisch enthornt werden. Für die Kälber ist dieser Eingriff harmlos und das Leben ohne Hörner ist überhaupt kein Problem! Überlassen wir es doch jeder einzelnen Bauernfamilie selber. Denn sie wissen, was für sie und für ihre Tiere das richtige ist.
Als Nicht-Landwirt und deshalb Nicht-Sachverständiger mische ich mich nicht in die Horn-Diskussion ein. Eines ist m.E. sicher: Subventionen werden genug ausgeschüttet. Was mich an der Sache am meisten ärgert ist die Haltung 'unseres' einheimischen Nationalrates. Der ist ohne Hemmungen dafür, weitere Subventionen auszuschütten. Wald und Landwirtschaft sind ja ok, aber das Geld wird in der Schweiz im Dienstleistungssektor, in der Industrie und h i e r im Saanenland von Baugewerbe und Tourismus erwirtschaftet. Jemals von einem Vorstoss 'von Siebenthal' gehört, der in diese Richtung zielt?

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