BDG mit einem positiven Jahresergebnis

| Fr, 14. Jul. 2017

Die Bergbahnendestination Gstaad AG weist trotz widriger Umstände einen positiven Jahresabschluss aus. Der operative Betrieb konnte aus eigenen Mitteln finanziert werden. «Wir sind auf dem richtigen Weg, aber noch nicht am Ziel», betont Geschäftsführer Matthias In-Albon. 


Die Verantwortlichen der BDG nehmen im Gespräch mit dem «Anzeiger von Saanen» auch Stellung zum umstrittenen Kauf der «Hamilton Lodge»

«Mit dem Kauf der Hamilton Lodge haben wir nichts anderes gemacht als Schadensbegrenzung und zwar im grossen Stil», betont VR-Präsident Heinz Brand. Die BDG sei damals eine Verpflichtung eingegangen, «die uns einmal in Zukunft grosses Kopfzerbrechen gemacht hätte und wir in der Pflicht gewesen wären.» Es seien Verträge unterzeichnet worden, die kapitale Mängel und Fehler beinhalten würden, Knebelverträge für die BDG. «Aus einem haben wir uns nun herausgekauft», so Heinz Brand.

Nachdem der Sachwalter einen Käufer für die Hamilton Lodge gefunden habe und ein Kaufvertrag unterzeichnet war, sei die BDG angefragt worden, ob sie auf das bestehende gesetzliche Vorkaufsrecht verzichte, erklärt Heinz Brand, wie es zum Kauf gekommen war. Anfangs habe die BDG wenig Interesse bekundet. Man habe dann beim genauen Durchlesen des Kaufvertrags bei den gültigen, langfristigen Verträgen massgebende Punkte zu Ungunsten der BDG festgestellt. «Diese umfassen u.a. die Verpflichtung zu Lasten der BDG, bis ins Jahr 2111 Dienstleistungen zu heute fixen und nicht indexierten Preisen zu erbringen. Unabhängig davon, ob die Rinderbergbahn noch in Betrieb ist oder nicht.» Diesbezügliche vertragliche Verletzungen hätten zu einem Heimfall (Rückfallklausel) mit massiv höheren Kosten führen können. «Die Kaufentscheidung fiel, um die BDG vor den Folgen zu bewahren», hält die BDG in einem Brief an die Aktionäre fest. «Als Eigentümer können wir die im Grundbuch eingetragenen Pflichten wieder löschen und uns von weiteren Verpflichtungen befreien. Zudem können wir in vollständig eigener Regie eine noch gezieltere Marktpositionierung des Rinderbergs vorantreiben.»
Die Kosten für den Kauf beliefen sich auf gesamt 1,4 Mio. Franken – 1,3 Mio. für das Gebäude und 100 000 Franken für das Mobiliar. Der Preis, die Lage direkt bei der Station, die geplante Positionierung der Berge im Sommer, die grundbuchlich verbrieften Lasten – all das seien gute Gründe, «ein Muss, die Hamilton Lodge wieder in unseren Besitz zu führen», betont In-Albon.   
Mit dem vorherigen Käufer habe man sich zu einem einvernehmlichen Vergleich gefunden, betont Heinz Brand.
Die Gemeinde Saanen habe nach Bekanntwerden des Kaufs sofort reagiert, so Brand. Er habe Verständnis dafür. «Im Sanierungsbericht ist nicht vorgesehen, dass die BDG ein Hotel oder einen Restaurationsbetrieb kauft. Es handelt sich um eine zusätzliche Investition.» Aber die BDG habe den Kauf verantworten können, weil sie einerseits weniger als vorgesehen in die Berghäuser habe investieren müssen und weil man damit andererseits die BDG vor künftigem Schaden bewahrt habe. Die Gemeindebörde habe aufgrund dieser Ausgangslage Verständnis für die Investition gezeigt. «Aus Sicht der BDG ist der Kauf ein verständlicher Entscheid», bestätigt Gemeindepräsident Toni von Grünigen auf Anfrage.
Mit «Hüttenzauber» habe die BDG einen professionellen Berggastronomen für den Hotelbetrieb gefunden, der Synergien zwischen der Lodge in der Mittelstation und dem Restaurant auf dem Rinderberg Spitz ideal nutzen könne, so In-Albon.

 

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Die Bergbahnendestination Gstaad AG weist trotz widriger Umstände einen positiven Jahresabschluss aus. Der operative Betrieb konnte aus eigenen Mitteln finanziert werden. «Wir sind auf dem richtigen Weg, aber noch nicht am Ziel», betont Geschäftsführer Matthias In-Albon.