März 2007

Die Absicht hinter der Käse-Verwechslung

Im Juni 2006 hat die Molkerei Gstaad seiner grössten Kundin, der Migros Aare, 8 Tonnen Bergkäse anstelle des deklarierten, teureren Alpkäses AOC geliefert. Diese liess den zum Teil bereit abgepackten Käse aus dem Verkauf zurückziehen; die Molkerei nahm den Rest zurück (Geschäftsführer Hanspeter Reust holte ihn persönlich ab) und entschuldigte sich für die ach-so-peinliche Verwechslung. Hiermit schien die Angelegenheit erledigt. Weit gefehlt. Der Kantonschemiker, welcher die Falschdeklaration bemerkt hatte, rüffelte die Molkerei für die Falschlieferung. Und was man in der Gstaader Milchverarbeiterzunft hatte zu vertuschen versucht, wurde mit einem Mal zum öffentlichen Drama.

Erneuter Rettungsversuch für den Lauenensee

Wie wir wissen, ist der Lauenensee vom Verschwinden durch Sedimentablagerungen bedroht. Er droht also buchstäblich zu versanden. Dieses Schicksal soll aber die neue Initiative von Bethli Küng nicht ereilen, nachdem eine erste Motion knapp den Gegnern unterlag. Mit einer Unterschriftensammlung, in der 3'930 Leute ihren Willen zur Erhaltung des Sees kundtun, soll der unwiderruflichen Entwicklung nun doch noch Einhalt geboten werden.

Auflösung der Sportanlagen in Abländschen

An der ausserordentlichen Generalversammlung der Sportanlagen AG in Abländschen von letztem Samstag wurde deren Auflösung beschlossen. In den letzten Jahren hatte die Aktiengesellschaft, wie viele andere Bergbahnen auch, mit finanziellen Sorgen, Wetterkapriolen, Personalproblemen, Naturschutz-Organisationen und Amtsstellen zu kämpfen. Die Entscheidung, dem Unsummenspiel mit der Auflösung der Gesellschaft und dem Abbruch der Anlagen ein Ende zu setzen, kann in Hinsicht auf die nicht sehr optimistischen Zukunftprognosem als weise und vorreiterisch bezeichnet werden.

Wer andern einen Sack hinstellt...

Natürlich ist es einfach, anderen die Schuld, oder in diesem Fall, den unbezahlten Kehricht in die Schuhe zu schieben bzw. unterzujubeln. Viele Gäste scheinen unser Abfallsystem nicht zu begreifen oder sind sich einfach der paar Franken zu schade, welche dafür berappt werden müssen. Wer jedoch in der letzten Februarwoche seinen Kehricht ohne taxierte Säcke zur Abfuhr bereitgestellt hat, erhält nun postwendend eine Überraschung (nicht zu verwechseln mit der Osterbescherung). Über 160 unbezahlte, herumstehende und vor sich hin miefende Säcke wurden separat eingesammelt und von bemitleidenswertem Gemeindepersonal auf eventuelle Personalien oder gar Adressen durchwühlt.

In Saanen bald keinen Strassenrettungsstützpunkt mehr?

Die Zentralisierungspläne des Kantons sehen per 1. Januar 2008 die Aufhebung des Saaner Stützpunktes der Strassenrettung vor. Die Einsätze würden danach vom Stützpunkt Zweisimmen aus abgedeckt. Der Entscheid des Regierungsrates wird Mitte Jahr erwartet. Die Opposition in den Amtsbezirken Saanen u

Pernet Comestibles vor grossen Veränderungen

Nachdem sie bereits 2002 das gesamte Aktienpaket der Roland Pernet AG von ihrem Vorbesitzer Thomas Staub erstehen konnten, haben die beiden Inhaber Patric Lutz und Michael Kneubühler nun von ihrem Vorkaufsrecht auf das Chalet Edelweiss Gebrauch gemacht. Die Immobilie, in der sich die Geschäftslokalitäten befinden, wurde per 1. März 2007 von der Montpelier AG übernommen. Diese Schwesternfirma der Roland Pernet AG ist ebenfalls im Besitze der beiden geschäftstüchtigen Betreiber des Comestibles-Geschäftes; diese Diversifikation erlaubt auch künftig die klare Trennung des Geschäftes und der Immobilie. Durch den Kauf des Chalets konnte der Standort sowie der Fortbestand des Geschäftes langfristig gesichert werden, was bei einem Verkauf an Spekulanten wohl kaum der Fall gewesen wäre. Über den Verkaufspreis wurde gegenseitiges Stillschweigen vereinbart. Die kursierenden Gerüchte über "Phantasiepreise" entbehren laut Lutz und Kneubühler jedoch jeglicher Realität.