Juni 2007

Die Geiss entsteht

Es macht den Anschein, als würde Roger Seifritz glimpflich um seinen Wetteinsatz herumkommen: Die Scherenschnitt-Geiss, welche für die Dorfaufgabe der "Bsuech in"-Sendung gebastelt bzw. ausgeschnitten und zusammengesezt werden soll, nimmt langsam aber sicher Form an. Die einheimischen Schnipsler waren fleissig: Allein die Gymerklasse hat etwas über 20 Scherenschnitte dazu beigetragen und im ganzen Saanenland sind vom Dorfverein Gstaad rund 40 weitere an Geschäfte, Hotels und sogar Büros verteilt worden.

Eisbahnareal zum Dritten: Kisten und Wasserspiele

Nach zwei Wettbewerben, deren Siegerprojekte dann doch nie realisiert worden sind, wagt man auf eine gute und vor allem rasch realisierbare Lösung für das Gstaader Eisbahnareal kaum mehr zu hoffen. Nun soll, wieder einmal, eine gute, kreative Idee das gar nicht repräsentative Areal zu neuem Leben erwecken. Der lokale Jungarchiteckt Michi Gehret hat sich nämlich nicht entmutigen lassen, sondern schien von der grauen Öde gar inspiriert.

Wie 100 Scherenschnitte zur Saanegibe werden

Die Sendung Bsuech in wartet dieses Jahr mit einer Neuerung auf: Eine Woche vor der Sendung wird der Dorfbevölkerung eine Aufgabe gestellt, welche sie bis zur Sendung lösen muss. Im Rahmen der Live-Sendung vom 2. Juli wird dann entschieden, ob wir die Prüfung bestanden haben oder nicht... "Wetten dass..." lässt
grüssen. Die Aufgabe ist die folgende: 100 Personen von Gstaad und Umgebung müssen innerhalb einer Woche 100 verschiedene Scherenschnitte im A4-Format herstellen. Zusammengesetzt müssen diese A4-Scherenschnitte das Bild einer 2 x 3 m grossen Saanengeiss darstellen.

Das Trachtenmädchen Francine Annen übergibt die Wochenaufgabe an Tourismusdirektor Roger Seifritz:

Wie das Chalet zur Nummer kommt

Vorbei sind die Zeiten, in denen der Chalet-Name als Adresse genügte. Die idyllische Tradition von Häusernamen (wir waren wohl der letzte Ort in der westlichen Hemisphäre, wo diese noch aufrecht erhalten worden ist) genügt den Anforderungen der modernen Welt nicht mehr.

Von der Überwindung der eigenen Grenzen

Bergtour Videmanette – Via Ferrata Rüeblihorn

Majestätisch, herausfordernd gar, ragt der Gipfel des Rüeblihorns weit über uns in den stahlblauen Himmel. Ueli Hauswirth und ich lassen das Auto am Fusse der Videmanette hinter uns; ab jetzt tragen uns nur noch unsere Füsse Richtung Himmel. Während eineinhalb Stunden wandern wir Richtung Videmanette hoch. Unser Weg führt an Alphütten vorbei, wo bereits „g’chiieset“, also Käse hergestellt wird. Ein faszinierendes Schauspiel; milde Morgensonne dringt durch die kleinen Fenster in den tiefen, rauchverhangenen Raum. Mit kräftigen Bewegungen wird die Milch im Käsekessel umgerührt; ein seit Jahrhunderten unverändertes Ritual, welches hier oben noch lebendige Tradition ist. Der Weg zieht uns weiter.

360°-Aussicht vom Gipfel des Rüeblihorns

Sturzenegger soll bleiben

Sturzenegger wird Gstaad höchst wahrscheinlich erhalten bleiben.
Unter dem neuen Namen Sturzenegger Textil GmbH werden die Gebrüder Mähr an drei Orten (in Basel, Luzern und eben Gstaad) neue Filialen eröffnen. Es ist noch nicht klar, welche Geschäftslokalitäten das Textilunternehmen beziehen wird. Das jetzige Lokal im Bettler-Haus soll, wie alle zehn Filialen der ehemaligen Ed. Sturzenegger AG, von der Salewa Sport AG übernommen werden. Dies soll im April 2008 geschehen. Also wird unser Dörfli dann um noch
ein Sportgeschäft reicher... ob die Leute wohl so viele Skihosen
brauchen?

Die Strasse des Anstosses oder: Polo ganz neu

Schon länger war es bekannt, nun ist es offiziell: Das Grand Hotel Bellevue zieht sich vom Polo-Turnier zurück. Laut offizieller Pressemitteilung liege der Grund darin,"da in Zukunft mit relativ hohen Verlusten zu rechnen gewesen wäre". Wird dem Turnier da etwa ein schneller Tod prophezeit? Ok, das Polo-Management zeigt sich unzufrieden darüber, dass das Turnierfeld nicht erweitert werden kann oder will und ruft die lokalen Behörden unmissverständlich dazu auf, das Problem (eine kleine, unbenutzte Seitenstrasse) aus der Welt, bzw. dem Flughafenareal zu schaffen.

Saanenglace verleumdet

Nach dem Saanenländer Käse wird nun auch die Saaner Glace der Nicht-Authentizität beschuldigt... Die momentane Verunsicherung rund um die Produkte der heimischen Molkereien ist gross. Anscheinend dermassen gross, dass sogar die abstrusesten Gerüchte (siehe Inserat) Nährboden finden.

Unsere Reflektionsanregung: Wenn nicht einmal wir Einheimischen mehr an unsere Produkte glauben, ja wer soll es dann tun??!!

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