August 2007

Drei Saaner wollen in den Nationalrat

Am 21. Oktober wird der Nationalrat neu gewählt. Insgesamt bewerben sich 514 Kandidaten für 26 Berner Sitze. Dabei sind auch drei Saaner: Christoph Remund vom Hotel Bahnhöfli in Saanenmöser (Liste 16/EDU), Erich von Siebenthal (Liste 2/SVP) sowie Ursula Matti-Scherz (Liste 15/EDU). Sie ist eine der insgesamt 184 Frauen, die sich im Kanton Bern als Nationalrätinnen bewerben; dies entspricht etwas mehr als einem Drittel aller Anwärter.

GreenGo goes Polo, Polo goes green

Der HSBC Guyerzeller Polo Gold Cup steht vor der Türe. Mit einigen Neuerungen überraschen die Organisatoren heuer das Publikum: Mit Nespresso und dem Gstaad Palace wurden zwei neue Teamsponsoren gewonnen, und Letzteres übernimmt auch das Catering. Andrea Scherz, Direktor des Gstaad Palace, will so vor allem vermeiden, dass ein auswärtiger Caterer die geladenen Gäste bekocht. Beim Dorfeingang von Gstaad ist eine unübersehbare Feldwerbung für den Event aufgemalt worden (siehe Bild). Hierfür fehlte jedoch erst die Bewilligung; und so ist die Polizei gerufen worden, um die Maler zu stoppen.

Wohnungsnot zum Zweiten

Die Gemeinde hat die zweite Folge der Wohnungssituations-Analyse veröffentlicht. In der ersten Folge informierte sie über die Ausgangslage, während nun die kurzfristigen Lösungen zur Entschärfung der akuten Situation vorgestellt werden. So wird nun in mehreren Schritten günstiger Wohnraum für Miet- und Eigentumswohnungen erstellt. Denn der Hauptgrund für einen Zu- bzw. Wegzug aus einer Gemeinde ist vorwiegend die günstigere Wohnung. Auf der Halten in Saanen wird so ein Sechsfamilienhaus erstellt, während auf der Bettlers-Matte in Schönried vier Häuser derselben Grösse sowie zwei weitere mit je acht Wohnungen gebaut werden. Die Letzteren will die Gemeinde selber erstellen und so ihr Angebot an gemeindeeigenen Wohnungen ausbauen.

Schweiz unter Wasser

Mitte der Woche ist die Schweiz von den schwersten Unwettern seit zwei Jahren heimgesucht worden. Zum Teil schwere Überschwemmungen haben das Mittelland heimgesucht und Schäden in zehnfacher Millionenhöhe angerichtet. Zu grösseren Schäden oder gar Todesfällen ist es zum Glück aber nicht gekommen, und auch das Berner Oberland ist nochmal heil davongekommen. Einzig der Col du Pillon musste, wie vor einigen Wochen schon, vorübergehend wegen Erdrutschgefahr gesperrt werden. Nun werden Stimmen laut, wonach Bund, Kantone und Gemeinden in den nächsten Jahrzehnten Milliarden für den Hochwasserschutz einsetzen müssten, soll die Sicherheit gewährleistet bleiben.

Oben: Die Saane überschwemmt den Spazierweg im Gschwend.

Aus vier mach drei - Strukturreform der Gemeinde Saanen

Chronische Überlastung gehört in der Gemeindeverwaltung Saanen schon fast zum Programm. Nun wird Abhilfe geschaffen, indem die Strukturen und Hierarchien entschlackt und neu organisiert werden. Ab 1. Januar nächsten Jahres wird ein neuer Verwaltungsdirektor eingesetzt, welcher die Schnittstelle zwischen Gemeinderat und Verwaltung stellen wird. Neu wird es unter dessen Gilde nur noch drei, anstatt wie bisher vier Abteilungen geben: Die Ressorts "Bildung/Soziales/Sicherheit" sowie "Baupolizei/Raumplanung/Infrastrukturen" bleiben erhalten, während die Liegenschaftsverwaltung mit der Finanzverwaltung zusammengelegt wird.

Beschneiungskonzept nimmt seinen Anfang

Am 6. August erfolgte der Startschuss zum Baubeginn der 4.8 km langen Wasserleitung, welche Wasser aus der Saane in den Speichersee auf dem Hornberg pumpt. Dieser wird als Reservoir zur Beschneiung der Pisten im Raum Horneggli-Hornberg genutzt. Es ist dies der erste Schritt zur Realisierung eines durchgehend beschneiten Pistenangebotes zwischen Schönried und St. Stephan. Dieser Schritt dränge sich auf, da der See aus Umweltgründen für eine durchgehende Beschneiung nicht genügend Fassungsvermögen hat. Kosten soll das Projekt 3,6 Millionen Franken.

Revolutionäres Tagesschulkonzept für Chalberhöni

Die Chalberhöni-Schule, noch bis vor kurzem dem Tod geweiht, wartet nun mit einem revolutionären Konzept auf: Ab Herbst 2008 wird sie sich in neuer Schale als Tagesschule präsentieren. Im Februar wurde eine Petition für den Erhalt der Schule eingereicht, und es wurde intensiv nach neuen Lösungen gesucht.Die 200-jährige Gesamtschule, welche Primar- und Realschüler der 1. bis 9. Klassen unterrichtet, präsentiert nun ein äusserst interessantes pädagogisches und soziales Konzept: Für drei bis sechs Kinder bietet sich die Möglichkeit einer betreuten Mittagsmahlzeit und Aufgabenhilfe bis 17h30 nach den Nachmittagslektionen. An den freien Nachmittagen (Mittwoch und Freitag) besteht zudem die Möglichkeit, die Freizeit auf dem Bauernhof zu verbringen.

Brocante Saanen: Von Kunst bis Kitsch

An der diesjährigen, bereits vierten Brocante in Saanen, welche letzten Samstag bei wunderschönem Sommerwetter stattgefunden hat, war von Kunst über Esswaren bis hin zum Kitsch alles zu finden. Antiquitätenstände bestimmten das Bild, aber es gab auch einheimische Marktstände und Infostände von Gemeinnützigen Organisationen. Rund 120 Stände waren im für diese Gelegenheit vom Verkehr befreiten Dörfli aufgestellt worden; laut Organisatorin Ruth Knutti musste sogar einigen Ausstellern abgesagt werden, da keine Standorte mehr vorhanden gewesen seinen.

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