Do, 15.11.2007 17h14. Dieses Rally-Zeugs ist wirklich kein 5-Sterne-Luxus...
Auf die Frage, was die diesjährige Rallye von der letzten unterscheidet (wir erinnern uns: das Team erreichte den 11. Rang), antwortete er, dass vor allem die Strecke anspruchsvoller gewesen sei. Ausserdem sei der Wettkampf sehr hart gewesen, mit vielen Halbprofessionellen Teams am Start, welche auch Support-Teams mitführten. Tatsächlich waren alle 8 Teams, welche sich vor dem Gstaader Team qualifizieren konnten, mit einem solchen Team unterwegs. Noch ein Grund, auf unsere Wüstenkämpfer stolz zu sein. Interessanterweise war das Gstaader Team ausserdem das bestplazierte Fahrzeug mit einem Benzin-Motor.
So,
11.11.2007 18h00. Janssens füllt den Tank des Land Rovers. Das Fahrzeug des Gstaader Teams war das bestplazierte Fahrzeug mit Benzin-Motor.
Die letzten zwei Tage des Rennens kamen dem Team teuer zu stehen: Sie erhielten 450 Strafpunkte, weil sie einen Kontrollpunkt verpassten. Dies kostete dem Team zwei Ränge im Schlussklassement. Sein Erfolg verdankt das Gstaader Team einerseits der besseren Kondition de Sadeleers, welcher sich körperlich intensiv auf das Rennen vorbereitet hat und während dem gesamten Rennen am Steuer gesessen hat - und andererseits der einwandfreien Funktion des orangen 1994-er Land Rovers, welcher ausser ein paar kleinen Problemchen absolut zuverlässig gefahren ist. Man muss sich nur die Bilder des Rennens ansehen, wo Teams in der Nacht praktisch ihren ganzen Wagen de- und wieder montiert haben. Zum Glück war das nicht nötig für unser Team, welches bestimmt dank der letztjährigen Wüsten-Erfahrung sowie der Vorbereitung des Wagens durch das Ledi Garage-Team so gut über die Runden gekommen ist - ohne nächtliche Montage-Einsätze.
Und so geht es zurück in die Realität für unser Duo. De Sadeleer (Bild links, unmittelbar nach Beendigung des Rennens in Dakar) fliegt am Sonntag nach Europa zurück, während der Land Rover von Senegal aus verschifft wird. Auf die Frage, ob er die Rallye nächstes Jahr noch einmal machen würde, antwortete de Sadeleer unmissverständlich... "no way” - auf keinen Fall.
Nur... Stan, das hast du uns bereits letztes Jahr nach dem ersten Rennen weis machen wollen! Dir und Vincent nochmals herzliche Gratulation!
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