Das überparteiliche Komitee «Avenir Saanenland» um Ernst B. Frautschi hat beschlossen, sich auch nach der (äusserst knappen) Annahme des Kredites des Bergbahnen-Projektes "Konzentration" nicht aufzulösen. Es wird weiterhin eine Stimme jener Hälfte der Stimmbürger sein, die an der Gemeindeversammlung mit nur 5 Stimmen unterlag und die sich mit dem Vertrauen in die BDG schwer tun:
Die BDG startet, wie in deren Pressemitteilung zu vernehmen ist, «hochmotiviert» in die Zukunft – in jene Zukunft, die die Stimmbürger in den Gemeinden im Saanenland und Umgebung anvisierten, als sie dem Projekt der BDG zugestimmt haben. Der Mist ist geführt und der Betrag ist gesprochen, legitimiert durch die Demokratie. Es darf also in den erwarteten oder erhofften Cash-Flow investiert werden. «Für diesen Vertrauensbeweis sind wir sehr dankbar», betont BDG-Direktor Armon Cantieni. Welcher Vertrauensbeweis? Bei einem Stimmenverhältnis von 70 zu 30 könnte man das wohl so nennen. Aber bei einem Zufallsmehr von fünf Stimmen? Als Ueli Maurer mit nur einer Stimme Vorsprung zum Bundesrat gewählt wurde, schrieben die Medien anderntags nicht von einem Vertrauensbeweis, sondern von einem «Bundesrat auf Bewährung», dem man sehr genau auf die Finger schauen werde. Genau dies ist auch die Aufgabe der Minderheit, die an der Gemeindeversammlung knapp unterlag.