Ein Schwingerkönig und zwei «Schnuri»

Fr, 03. Nov. 2017
Schwingerkönig Matthias Glarner erzählt über seinen Sturz. Fotos: Blanca Burri

An der Gstaader Messe luddie genossenschaftlich organisierte Versicherungsgesellschaft die Mobiliar zum Mobi-Talk ein. Sascha Ruefer war im Gespräch mit Schwingerkönig Matthias Glarner und TV-Legende Beni Thurnheer.

Die Schweiz hat eigentlich keine Könige mehr, ausser einem, dem Schwingerkönig. Aktuell ist das Matthias Glarner, der im Sommer an seinem Arbeitsplatz während einem Fotoshooting von der Gondel gefallen ist und sich dabei schwer verletzt hat. «Mir geht es inzwischen blendend», verriet er zu Beginn des Interviews mit Sascha Ruefer. Er holte sich beim Publikum mit den folgenden Worten einen Extrabonus: «Ich war in den letzten Wochen viel in Zürich und kann nun endlich wieder in einem schönen Ort im Berner Oberland auftreten.» Schon diese Woche kehrt er nun aufs Sägemehl zurück und hofft, dass auch die Medien wieder nach vorne schauen und den Unfall ad acta legen werden. Als Sportler sei es wichtig, dass man negative Erfahrungen wie einen misslungenen Gang schnell auf die Seite legen und sich auf die Zukunft konzentrieren könne, genau das habe er auch mit dem Gondelunfall versucht. Aber natürlich tauchten die Bilder vor dem Einschlafen manchmal wieder vor dem inneren Auge auf. Die Zeit der Rekonvaleszenz hat er mit Dingen gefüllt, für die er normalerweise wenig Zeit hat: «Ich habe mit Freunden grilliert, ein Glas Wein getrunken, Bücher gelesen oder DVDs angeschaut.» Er habe gemerkt, wie der Sommer wäre, wenn er keinen Spitzensport treiben würde.
Glarner sei nun über 30-jährig, habe alles erreicht, was man im Schwingsport erreichen könne. Ob er nie ans Aufhören gedacht habe, wollte Sascha Ruefer wissen. «Ja, nach dem eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Estavayer habe ich daran gedacht, habe mich dann aber für weitere drei Jahre entschieden», verriet der Schwingerkönig. Und wenn er sich ein Ziel setze, halte er daran fest. Dadurch dass die Ärzte grosse Hoffnung hatten, dass er nach der Genesung wieder auf Spitzenniveau schwingen könne, habe er auch nach dem Unfall nie an seinem Entschluss gezweifelt.

Die TV-Moderatoren
Man war sich im Vorfeld nicht sicher, ob Sascha Ruefer neben dem «Schnuri der Nation» überhaupt zu Wort komme. Diese Befürchtungen traten jedoch nicht ein. Vielmehr gab Beni Thurnheer im Interview einen spannenden Einblick in die TV-Geschichte, die in der Schweiz in den 1950er-Jahre in Fahrt kam. Er erinnerte sich an das Schwarzweiss-Fernsehen, an die Zeit ohne und später an die ersten klobigen Fernbedienungen.
Beni Thurnheer hat das Schweizer Fernsehen als Moderator von Sportund Unterhaltungssendungen sowie als Mitentwickler von Sendungen wie «Benissimo» während 40 Jahren mitgeprägt. Gstaad hat er durch das Beachvolleyball-Turnier von Gstaad kennengelernt. «Ich kommentierte zu den glorreichen Zeiten der Gebrüder Laciga und Sascha Heyer.» In den 1970er-Jahren war er zudem an einer Schweizer Skimeisterschaft in Saanen Platzspeaker. Beni Thurnheer ist auch zweieinhalb Jahre nach seiner offiziellen Pensionierung noch sehr aktiv. Er arbeitet während einem Tag pro Woche weiterhin bei Fernsehen, schreibt Bücher, hält Vorlesungen sowie Vorträge zum Thema «Der Wandel der Zeit».

Die Mobiliar
Generalagent Berhard Bigler war an der vergangenen Gstaader Messe bereits zum zweiten Mal Gastgeber des Mobi-Talks und hat gute Erinnerungen an die erste Durchführung vor zwei Jahren mit der Lokalmatadorin Nathalie von Siebenthal und dem Ex-Skirennfahrer Daniel Albercht. Auf der Bühne gestand er, dass er durch die Mobiliar seine Liebe zum Schwingsport fand und seither regelmässig mit den Schwingern mitfiebert.
Noch immer wickelt die Mobiliar kleine Schäden über die Agentur in Gstaad ab, das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Im Gegenteil, die Mobiliar setzt sich für das Saanenland ein, indem sie die Jugend durch den Verein «Jeunesse Saanenland 1635» unterstützt.

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