banner

Der Mad Muni war wieder los

Di, 14. Mai. 2019

In diesem Jahr nahm das Mad Muni Festival seine Besucher an einem neuen Ort in Empfang. Mit verkleinertem Festivalgelände und nur noch einem Konzertzelt sorgten die Organisatoren für eine beinahe gemütliche Atmosphäre und verstärkten damit den „Klein aber fein“-Charakter.

JENNY STERCHI
Zur schönen Tradition geworden, folgten viele Einheimische der Einladung zum volkstümlichen Festivalauftakt am Donnerstag. Doch schon am Freitagabend war es zu Ende mit der Beschaulichkeit. Die drei Rockladys von «Velvet Two Stripes» liessen die Gitarren kreischen zu gut gemachter Rockmusik. Auch «Broken Bass», eine Punkband aus dem Oberland, rockte am Freitagabend die Festivalbühne. Mit Texten in Schweizer Mundart war das Mitsingpotenzial sehr hoch.

Am Samstag kamen unter anderen die Musiker der Band «Expellow» zum Zug. Die nicht gerade mächtige Frontfrau Mik betrat die Bühne und ihre Bandkollegen postierten sich um sie herum. Das Feuerwerk, das die jungen Zürcher mit dem ersten Takt zündeten, kam wie ein Brett. Und das Publikum hatte keine Chance, einfach nur rumzustehen. Aber auch Singer/Songwriter Gipsy Rufina wurde auf der Bühne willkommen geheissen. Der Italiener begleitete sich selbst auf seiner Gitarre. Und auch wenn es nicht krachte, wie bei den Auftritten vor und nach ihm, hatte er dennoch die ungeteilte Aufmerksamkeit des Publikums auf sich gezogen.

«Das Mad Muni Festival bietet gleichermassen neuen Bands und etablierten Gruppen die Bühne», erklärt René Walker, ebenfalls OK-Mitglied, die Philosophie des Festivals. Gruppen, die erste Live-Erfahrungen machen wollen, schaffen es ebenso ins Programm wie Bands, die bereits einen festen Platz in der Musikwelt haben. «Und manchmal finden auch Musiker dank Mad Muni den Weg zurück auf die Bühne», sagt OK-Mitglied Dominik Marti schmunzelnd. So geschehen mit «Grannysmith», einer Punkband aus dem Wallis.

«Grannysmith» zurück auf der Bühne
Dem altersgemischten Publikum sei Dank war es für die Walliser Punkband wie ein «Heimkommen». Viele Festivalbesucher konnten sich an legendäre Auftritte der Gruppe im Saanenland am «High-Fly» oder am «Slide-Desaster» erinnern. Und auch am Samstagabend brachten sie das Publikum in Wallung. Auf die Frage, wie man es als Festivalveranstalter schafft, eine Band auf die Bühne zu holen, die zehn Jahre lang keinen gemeinsamen Auftritt mehr hatte, gab es eine klare Antwort: «Die Kontakte unseres OK-Mitglieds Klaus Müllener sind Gold wert.»

Mad Muni ist etabliert
Müllener ist sozusagen der Programmverantwortliche für das Festival. Er ist die Schnittstelle zwischen dem Mad Muni Festival und der grossen Musikwelt. René Walker, ebenfalls OK-Mitglied, führt noch weiter aus: «Mittlerweile erhalten wir durchs Jahr hindurch immer wieder Anfragen von Bands und Musikern, die gern auf unserer Festivalbühne auftreten würden. Klaus Müllener trägt all diese zusammen, streckt aber auch selber seine Fühler aus und sucht nach passenden Bands.» Das Prozedere endet schliesslich jeweils mit der Entscheidung des gesamten OKs, wer auftreten solle.

Wagnis der Verkleinerung
Mit dem Wechsel weg vom Flugplatz auf das neue, kleinere Areal an der Almistrasse wollte man laut OK den Charakter des Festivals etwas mehr prägen. Im Anschluss an die siebte Ausgabe des Mad Muni Festivals ist sich René Walker sicher: « Wir haben endlich den passenden Rahmen für unsere Veranstaltung gefunden.» Statt zwei wurde nur noch ein Zelt aufgestellt. Vom Publikum wurde diese Entwicklung sehr geschätzt. «Es bestand keine Gefahr, irgendetwas zu verpassen, weil nun alle auf der gleichen Bühne spielten», so der Kommentar zweier Stammbesucher. Das Festgelände stand allen offen, nur der Eintritt ins Konzertzelt musste gezahlt werden. «Damit kamen wir dem mehrfach geäusserten Wunsch der einheimischen Bevölkerung entgegen, die einfach nur etwas trinken kommen und die Musik nur am Rand wahrnehmen möchten.» Neu sorgte in diesem Jahr das Team der North Pole Bar zum ersten Mal für das leibliche Wohl der Gäste. Die Besucherzahlen liegen auf dem Niveau der Vorjahre und die Rückmeldungen nach dieser Verkleinerung waren durchweg positiv. Und somit hat sich das Wagnis als Chance entpuppt, einen familiären Charakter zu entwickeln.

Video online auf facebook und unter www.anzeigervonsaanen.ch

Mehr: 

Neuen Kommentar schreiben

Die Emailadresse wird nicht veröffentlicht oder an dritte weitergegeben. Sie wird nur zu Kontaktzwecken im Zusammenhang mit diesem Kommentar verwendet.
CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und automatisiertem Spam vorzubeugen.

Kommende Events

Stellen

Immobilien

Diverses

Trending

1

Auszeichnung für die Swiss O Week 2019 in Gstaad

Die Organisatoren der Swiss O Week in Gstaad vom vergangenen Sommer werden für die erfolgreiche Durchführung von Swiss Orienteering, dem Schweizer OL-Verband, mit einem Baum ausgezeichnet.

JENNY STERCHI
Die Swiss O Week, die im vergangenen August 2700 Orientierungsläuferinnen und -läufer aus 32 Nationen ins Saanenland zog, wirkt noch lange nach.

Ein «OL-Baum» für Gstaad
Ende Oktober gab Swiss Orienteering bekannt, dass das OK der Swiss Orienteering Week 2019...