Ein Geschenk zum zwanzigsten Geburtstag

Fr, 26. Jul. 2019
Der künstlerische Leiter der Sommets Musicaux de Gstaad, Renaud Capuçon, und die Geschäftsleiterin und Mitbegründerin Ombretta Ravessoud FOTOS: MARTIN GURTNER-DUPERREX

Der Verein «Les Amis des Sommets Musicaux de Gstaad» traf sich im Gstaad Palace zur Hauptversammlung, zum «Thé anglais» und anschliessenden Konzert des jungen Pianisten Jérémie Moreau, der eine beeindruckende Kostprobe seines Könnens präsentierte. Der künstlerische Leiter der Sommets Musicaux de Gstaad, Renaud Capuçon, sprach von einem Geschenk, dass dem Festival für die 20. Ausgabe des Festivals zuteilwurde und einigen Highlights.

MARTIN GURTNER-DUPERREX
«Martha Argerich ist eine der grössten Pianistinnen der Welt», schwärmt Renaud Capuçon, künstlerischer Leiter der Sommets Musicaux de Gstaad und selbst renommierter Violinist. Sie sei ein Geschenk für das Musikfestival, das 2020 seinen zwanzigsten Geburtstag feiert. Die 78-jährige Pianistin aus Argentinien – nach den Worten Capuçons spielt sie mit der Leichtigkeit einer Achtzehnjährigen – ist einer der Stars der Veranstaltung. Andere Höhepunkte sind das Orchestre du XVIIIème siècle mit dem Ensemble Vocal de Lausanne unter der Leitung von Daniel Reuss und der erst zwanzigjährige Pianist Bertrand Chamayou. Das Eröffnungskonzert mit Werken von Beethoven, gespielt vom Luzerner Sinfonieorchester, wird von der Schweizer Dirigentin Elena Schwarz, der Capuçon eine grosse Zukunft voraussagt, geleitet. Das Musikinstrument «à l’honneur» ist in der Jubiläumsausgabe das Piano, was augenscheinlich wird, wenn man das reichhaltige Programm betrachtet. Insgesamt werden vom 31. Januar bis zum 8. Februar in den Kirchen von Saanen, Rougemont und Gstaad 18 Konzerte und ein Musical für Kinder stattfinden.

«Coups de coeur»
Vier Konzerte der Sommets Musicaux werden in der Kirche von Rougemont gespielt, die Renaud Capuçon als seine Favoriten – «coups de coeur» – bezeichnet. Darunter befindet sich erstmals ein Matinéekonzert mit Musik von Johann Sebastian Bach. In Zukunft soll es zur Tradition werden, jedes Jahr an einem Morgen ein Werk von Bach zu präsentieren.

Nachwuchstalente
Neben der Verpflichtung von hochkarätigen Musikern ist es den Organisatoren der Sommets Musicaux ein grosses Anliegen, Nachwuchstalente zu fördern. In acht Konzerten werden junge Pianisten und Pianistinnen in der Kapelle Gstaad ihr Können unter ihrem Mentor Nicholas Angelich beweisen. Eines der von ihnen gespielten Werke wird jeweils ein Stück der preisgekrönten jungen Komponistin in Residence, Camille Pépin, sein und abschliessend vom Prix Thierry Scherz und vom Prix André Hoffmann belohnt werden.

Kostprobe und andere Köstlichkeiten
Im Anschluss an die Hauptversammlung traf sich die Gesellschaft zum «Thé anglais» auf der Terrasse des Gstaad Palace und genoss köstliche Törtchen und Patisserie mit Waldbeeren. Zurück im Salle Baccarat gab der Pianist Jérémie Moreau, ein französisches Nachwuchstalent, der an den Sommets Musicaux auch in der Kapelle Gstaad spielen wird, abschliessend eine beeindruckende Kostprobe seines Könnens. Mit der Sonate Nr. 62 von Joseph Haydn und «Trois pièces pour piano» von Franz Schubert lud er das Publikum zu Träumereien im immer wärmer werdenden Saal ein. Das Pianokonzert gipfelte in einem virtuos gespielten fulminanten Finale von Frédéric Chopins «Andante spianato et Grande Polonaise brillante».

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