Auf Kriegsfuss mit den modernen Geräten

Di, 11. Feb. 2020

Zum Teufel mit den modernen Geräten! Wenn ich sie brauchen will, gehen sie vielfach nicht. Alles ist neu und glänzt, man braucht nur einen Knopf zu drücken – schon sollten sie in Bewegung zu bringen sein …

Der Kochherd, der Backofen, die Waschmaschine samt Tumbler, der Kühlschrank. Und erst die Fensterstoren! Hat man zufällig nasse Finger, kann man noch so lange auf diese Knöpfe drücken – nichts geht beim kleinsten Stäubli an den Fingern. Die Storen laufen automatisch. Oft verdunkeln sie die Wohnung am Mittag, dafür sind sie in der Nacht nicht in Bewegung zu bringen.

Ich wohne neuerdings in einem brandneuen Haus als Erstmieterin. Was ich täglich an Zeit «verbrate» mit diesen schwierig oder schlecht funktionierenden modernen Geräten. Den neuen Computer samt Drucker habe ich noch nicht erwähnt, aber das Gelbe vom Ei ist der Lift. Der Arzt meinte, dass ich vorsorglich eine Wohnung mit Einbaulift mieten sollte. Ich wohne im dritten Stock. Jede Treppe hat 17 ermüdende Stufen, die erste gar deren 21! Zweimal die Woche, manchmal öfter, funktioniert dieser Lift nicht. Ich steige also die Treppen hoch. Oben angekommen, schnaufend wie ein Pferd, denke ich über diese modernen Zeiten nach. Wie einfach war es doch, noch vor nicht zu langer Zeit, am Kochherd oder Backofen einen Knopf kurz umzudrehen.

Ich habe überschlagen, wieviel ich mich in der letzten Zeit genervt habe, und wünsche mir wieder weniger moderne Kochherde, die zwar nicht so modern aussehen, aber einfach funktionieren. Jacques Tati und Charly Chaplin lassen grüssen …

ROMI CLÉMENÇON, BERN

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