Saisonende der Sommets Musicaux und zwei neue Preisträger

Di, 11. Feb. 2020
Preisträger Aron Pilsan (Foto: zvg)

Die 20. Konzertsaison der Sommets Musicaux de Gstaad gingen am Samstag in der Kirche von Saanen zu Ende. Aus den acht jungen Pianisten, die täglich in der Kapelle Gstaad auftraten, wurden die zwei Wettbewerbsgewinner Aaron Pilsan und Jean-Paul Gasparian erkürt.

LOTTE BRENNER
Der künstlerische Leiter des Festivals, der Violonist Renaud Capuçon, zusammen mit den «Lausanne Soloists», krönte das Jubiläumsjahr mit den «Vier Jahreszeiten» von Antonio Vivaldi. Das neuntägige Festivalprogramm war gespickt mit Interpreten von Weltrang und toller Musik aus der klassischen Literatur. Eine der Besonderheiten des Klassikfestivals im Winter ist die Nachwuchsförderung. In der Kapelle Gstaad bestreiten junge Interpreten/innen eine Matinée, jedes Jahr unter dem Motto eines bestimmten Instruments. Heuer war es das Klavier – und als Mentor stand den jungen Musikern der Pianist Nicholas Angelich zur Seite (siehe Konzertbericht Seite 3 in dieser Ausgabe).

Die beste Interpretation wird mit dem Prix Thierry Scherz ausgezeichnet, der eine erste CD-Aufnahme vom Label «Claves» mit einem namhaften Orchester beinhaltet – für die Nachwuchstalente oft das Sprungbrett in eine Weltkarriere. Als Preisträger wurde Jean-Paul Gasparian, der am Dienstag nebst der Uraufführung von Camille Pépin Werke von Ludwig van Beethoven und Sergej Rachmaninow spielte. Der zweite Preis, der mit 5000 Franken dotierte Prix André Hoffmann, ging an Aaron Pilsan für die beste Interpretation des Auftragsstücks der französischen Komponistin Camille Pépin, der diesjährigen «composer in residence», deren Werk sowie der Aufenthalt während des Festivals finanziert wurde.

Musik für alle
Auch die Kinder kamen nicht zu kurz: Das Kinderkonzert mit der Erzählerin Laurence Ferrari, der Ehegattin des künstlerischen Leiters Renaud Capuçon, fand grossen Anklang. Es kamen zwischen 300 und 400 Kinder, darunter fünf Schulklassen aus dem Saanenland und dem Pays-d’Enhaut. Erzählt wurde, begleitet von Klavier und Geige, die Geschichte des Elefanten Babar und dem Stier Ferdinand. Die Sommets Musicaux wollen laut Direktorin Ombretta Ravessoud das Kinderprogramm im nächsten Jahr wieder aufnehmen – ebenfalls das Bach-Gratiskonzert in der Kirche Rougemont, das ein voller Erfolg war.

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