«Es ist die älteste Wettkampfform im Snowboardsport»

Di, 03. Mär. 2020
Das liess sich Renndirektor Guido van Meel (vorne rechts) nicht nehmen: Er verlas die Namen der Schnellsten in den einzelnen Kategorien. Umso schöner, wenn er Einheimische, wie hier Rosa Colella aus Gstaad auf Rang 2 (links), aufs Podest holen konnte. Siegerin Noémie Wiedmer aus Oey freute sich ebenso über ihren Preis wie die Drittplatzierte Lucie Korinkova. FOTO:ZVG

Der Banked Slalom Gstaad ist ein Slalomrennen für Snowboarder und gehört zu den Audi Snowboard Series. Renndirektor Guido van Meel gab im Interview Wissenswertes und Spannendes preis.

JENNY STERCHI

Ist es richtig, dass jeder mitmachen kann? Oder gibt es Startbedingungen?
Jeder Snowboarder und jede Snowboarderin kann mitmachen.

Wie wird dieser Anlass finanziert? Gibt es die Unterstützung lokaler Sponsoren?
Zum grossen Teil nutzen wir die Startgelder für die Finanzierung. Aber ohne lokale Sponsoren wäre ein solcher Anlass nicht möglich. Wir werden sowohl aus öffentlicher Hand als auch von gewerblichen Sponsoren finanziell unterstützt. Dazu haben wir einheimische Partner für die Preise und die Werbung.

Im letzten Jahr waren auch Teilnehmer von weiter her dabei. Wie werden sie auf die Veranstaltung aufmerksam? Machen Sie aktiv Werbung?
Wir haben einen elektronischen Flyer, den wir an unsere Kontakte versenden. Dieser geht dann von Smartphone zu Smartphone weiter. Ausserdem gehören wir zu den regionalen Touren TFR (Westschweiz) und BuZZ (Mitte) und sind somit im Nationalen Snowboard-Rennkalender verzeichnet. Der Regionalverband BABE macht Werbung für den Anlass bei den verschiedenen Clubs, denen Snowboardteams angehören. Wir erreichen also einerseits viele Kinder in der Region und können andererseits dank unserer Kontakte aus den alten Zeiten auch Leute aus der ganzen Schweiz und zum Teil aus dem Ausland anlocken.

Im letzten Jahr gab es einen Teilnehmerrekord zu verzeichnen. Waren die Teilnehmerzahlen in den Jahren zuvor auch tendenziell steigend?
Ja,die Teilnehmerzahlen sind stetig gestiegen bis auf das Jahr, in dem wir wegen eines Föhnsturms das Rennen um einen Tag verschieben mussten. Nun sind wir an einem Punkt, wo sicher das Wetter entscheidet, ob die Zahl weitersteigt.

Was ist das besondere an einem Banked Slalom? Gibt es weitere solche Anlässe in der Schweiz?
Diese Disziplin ist in allen Altersklassen beliebt. Viele ehemalige Wettkämpfer aus Alpin Cross und Freestyle machen sehr gern mit. Unerfahrene Snowboarder können gemütlich durch die Steilwandkurven rutschen. Richtige Könner machen in den Steilwandkurven volles Tempo. Man kann es fast mit einem Pumptrack wie zum Beispiel im Oeyetli vergleichen. Da haben die kleinsten Kinder mit einem Tretvelo Spass, aber auch erfahrene Skateboarder bewegen sich sehr gern durch die Hügel und Steilwandkurven und machen auf elegante Weise viel Tempo. Es gibt schweizweit zirka acht Banked Slaloms. Einige sind kleinere regionale Rennen und andere, wie der in Laax, ziehen Cracks aus ganz Europa an. Es ist klar die Breitensportdisziplin der Snowboarder. Es ist ja die älteste Wettkampfform, die es im Snowboardsport gibt.

Was unterscheidet den Banked Slalom Gstaad von anderen Wintersportveranstaltungen?
Wir brauchen weder für den Bau noch für den Materialtransport Maschinen oder sonstige technische Anlagen. Die Strecke wird eingefahren und dank den freiwilligen Helfern von Hand geschaufelt. Auch die Aufbereitung der Strecke für den zweiten Lauf geschieht ausschliesslich manuell. Ebenso dürfen wir beim Transport des Materials auf die Helfer und auch die Teilnehmer zählen. Das Schöne und wohl auch Besondere ist, dass sich beim Abräumen alle kleinen und grossen Teilnehmer beteiligen. Wir halten den Materialaufwand bewusst in einem übersichtlichen Rahmen, um so einen wirklich nachhaltigen Anlass zu organisieren. Darauf sind wir schon etwas stolz.

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