Mietaufschub und Gemeinschaftssinn

Fr, 27. Mär. 2020
Kerzen am Fenster als Zeichen der Solidarität. FOTO: ZVG

Die Liste der bereits angelaufenen Hilfsangebote und solidarischen Dienstleistungen ist lang und sehr erfreulich. Neben finanzieller Unterstützung vonseiten des Staates bieten auch Privatpersonen und Institutionen Hilfeleistungen an. Mit dem Entzünden von Kerzen, initiiert durch die Kirchgemeinden des Landes, soll das Miteinander gestärkt werden.

JENNY STERCHI
Eine ganze Reihe von Lieferdiensten für Lebensmittel sind im Saanenland eingerichtet und an vielen Stellen sorgt die Nachbarschaftshilfe dafür, dass sich ältere Menschen und Risikopatienten für verschiedene Besorgungen des Alltags nicht in die Öffentlichkeit begeben und damit in Gefahr bringen müssen. Der «Anzeiger von Saanen» möchte auch weiterhin eine Plattform bieten für die, welche Hilfe benötigen und jene, die sie anbieten.

Während der Bund mit allerlei Fristenverlängerungen und zum Beispiel die Stadt Bern mit Aufschub von Mietzins für Mieter städtischer Lokale und Wohnungen für Entlastung der Bürger sorgen, gibt es auch in der Region bereits hier und da entgegenkommendes Verhalten zwischen Vertragspartnern.

Einige Unternehmen im Saanenland haben ihr Angebot an die neue Situation angepasst und ihre Verkaufsabläufe mit höchster Kreativität geändert. Waren, die per Telefon bestellt werden, stehen für den Konsumenten an einer Abholstation bereit. Oder das Sortiment steht zur Ansicht bereit. Der Konsument trifft seine Wahl und zahlt in eine deponierte Kasse. Voraussetzungen sind dabei die Einhaltung der vorgegebenen Schutzmassnahmen und viel Vertrauen. Die Menschen suchen offenkundig nach Zusammenhalt und Gemeinschaft, auch in Zeiten der Isolation. Der Aufruf der Landeskirchen, bis Ostern an jedem Donnerstagabend Kerzen auf den Fenstersimsen zu entzünden, wird jedenfalls umgesetzt und schon gestern war in vielen Fenstern im Saanenland Kerzenlicht zu entdecken.

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