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Matthias Moser am Ruder der Kultur Region

Fr, 26. Jun. 2020
Die scheidende Präsidentin Erika Baumgartner flankiert von Hans Jaggi (neu im Vorstand, links) und dem neugewählten Präsidenten Matthias Moser. FOTO: KEREM S. MAURER

An der 43. Generalversammlung der Kultur Region Obersimmental-Saanenland-Pays-dEnhaut wurde Matthias Moser aus Turbach zum Präsidenten und Hans Jaggi aus Saanen neu in den Vorstand gewählt.

KEREM S. MAURER
Die Generalversammlung der Kultur Region Obersimmental-Saanenland-Pays-d’Enhaut, zu der sich knapp 20 Stimmberechtigte einfanden, wurde unter Einhaltung der aktuell gültigen Hygiene- und Abstandvorschriften in der Simmental Arena in Zweisimmen durchgeführt. Grund genug für den Boltiger Kulturschaffenden Gusti Pollak, sich im Vorfeld der Versammlung einige Gedanken dazu zu machen. Grotesk sei, so Pollak, dass die Kultur zu den Leuten komme, indem sie diese auf Abstand halte.

Zwischentitel
Für Präsidentin Erika Baumgartner war es die letzte Generalversammlung in diesem Amt. Nach zweimal drei Jahren als Vorsitzende trat die Saanerin zurück. An ihre Stelle wählte die Versammlung mit kräftigem Applaus Matthias Moser aus Turbach. Er sitze bereits seit 2009 im Vorstand und kenne die Geschäfte bestens, erklärte Baumgartner. Auf eine Saanenländer Präsidentin folge also ein Saanenländer Präsident, folgerte Gusti Pollak und sprach von einer «Saanenländer Erbmonarchie.» Auch der Saaner Hans Jaggi, der neu in den Vorstand gewählt wurde, kommt aus dem Saanenland. Jaggi nimmt anstelle der scheidenden Präsidentin im Vorstand Einsitz und übernimmt das Sekretariat sowie das Kassieramt. Erika Baumgartner: «Ich werde nun nach dreizehn Jahren aus dem Vorstand ausscheiden, bin aber glücklich, dass die Kultur Region weiter bestehen kann.» Dies sei nicht selbstverständlich, es werde immer schwieriger, Leute zu finden, die gewillt seien, solche Ämter zu übernehmen.

Geld ausgeben ist schön
Die Erfolgsrechnung schloss mit einem kleinen Überschuss von 1411 Franken. Die Einnahmen von rund 170'000 Franken, die sich aus Beiträgen der Kantonen Bern und Waadt, der politischen und Kirchgemeinden sowie den Mitgliedern zusammensetzen, werden gerne wieder ausgeben. «Es ist uns eine Ehre, diesen Betrag in kulturelle Anlässe zu investieren», sagte Kassierin Laurence Sieber. Die drei Votanten (Zweisimmen Jazz, Le Bois qui Chante, Cantate Chor Zweisimmen), die sich unter Traktandum 6 zu Wort meldeten, bekräftigten, wie wichtig die Beiträge seien, um die kulturelle Vielfalt in der Kantonsübergreifenden Region zu fördern. 

Optimistisches Budget
Das Budget für das Jahr 2020 sieht einen kleinen Überschuss von 300 Franken vor. «Doch die Ausgaben könnten sich anders gestalten, weil viele Anlässe abgesagt oder verschoben wurden. Dies könnte dazu führen, dass wir das Budget nicht einhalten können», gab die Präsidentin zu bedenken. Dennoch genehmigten de Anwesenden sämtliche statutarischen Geschäfte einstimmig und ohne Wortmeldungen.

Wie wichtig kulturelles Schaffen ist, zeigte an diesem Abend eindrücklich Gusti Pollaks Darbietung. Zusammen lachten die Anwesenden über dessen wortakrobatisch formulierten Gedanken, die jedoch in ihrem Kern nicht immer nur lustig waren. Humor ist, wenn man trotzdem lacht, soll der deutsche Lyriker und Buchautor Otto Bierbaum gesagt haben. Wohl gerade in etwas schwierigeren Zeiten. http://www.kultur-culture.ch

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