Renaissance des Rougemont–Videmanette Runs

Di, 14. Jul. 2020
Die wenigen Zaungäste unterstützten die Läuferinnen und Läufer mit Rufen und Treichelgeläut. FOTO: JENNY STERCHI

Nach einem Unterbruch von nahezu zwanzig Jahren wurde am Sonntag der Berglauf Rougemont–Videmanette wieder durchgeführt. Ein ausgeklügeltes Schutzkonzept sowie die Teilnahme von namhaften Athleten verhalfen dem Anlass zum Erfolg. Und: Die Tradition soll in den kommenden Jahren weitergehen.

KEREM S. MAURER
Nach einer Vorbereitungszeit von anderthalb Jahren war es am Sonntag nach einer Pause von nahezu zwanzig Jahren wieder so weit: Der legendäre Berglauf vom Parkplatz der Gondelbahn Videmanette in Rougemont hinauf auf die Videmanette wurde gestartet. «Dieser Lauf ist für uns eine Herzensangelegenheit und wir sind stolz, dass wir ihn wieder im Kalender haben», sagt Streckenchef Thomas Graf auf Anfrage.

Maude Mathys und Rémi Bonnet hatten die Nase vorn
Dreihundert Läuferinnen und Läufer, darunter die schweizweit besten aus verschiedenen Ausdauersportarten wie Orientierungslauf, Berglauf und Ski Alpinismus, liessen es sich nicht nehmen, an der Renaissance dieses Berglaufes dabeizusein. Aufgrund der aktuellen Lage rund um das Coronavirus waren sämtliche Läufe seit Mitte März abgesagt worden. Dies verhalf dem Berglauf Rougemont–Videmanette zu einer hohen Stardichte (wir haben darüber berichtet). Die Läufer und Läuferinnen waren hungrig, sich im Wettkampf zu messen und lieferten ein spannendes Rennen, das letztlich von den Favoriten gewonnen wurde. Bei den Damen siegte Maude Mathys aus Ollon mit einer Zeit von 53 Minuten 13,6 Sekunden vor Simone Troxler und Victoria Kreuzer.

Bei den Herren gewann Rémi Bonnet aus Crésuz mit einer Zeit von 46 Minuten 51 Sekunden vor Matthias Kyburz und Jonathan Schmid. Neben anderen Teilnehmenden aus dem Saanenland belegt Sonja Hermann-Schläppi in ihrer Kategorie den hervorragenden dritten Platz.

Massenstart trotz Corona
Die Veranstalter liessen sich auf ein umfangreiches Schutzkonzept ein, um den Berglauf durchführen zu können. So wurde das Teilnehmerfeld auf 300 Startende limitiert. Gestartet wurde in zwei Blocks à je 150 Sportlerinnen und Sportlern, die bis eine Minute vor dem Start in auf dem Boden markierten Quadraten warten mussten, bis sie zur Startlinie vorgelassen wurden. Die Polizei war anwesend, kontrollierte die Abläufe und hat «den Anlass kooperativ unterstützt», wie sich Thomas Graf ausdrückt. Um die Besucher des Berglaufs von den Tagesgästen der Videmanette-Bergbahn zu trennen, wurden eigens zwei verschiedene Besucherlinien markiert. Thomas Graf erwähnt wohlwollend die gute Zusammenarbeit mit der Bergbahnen Destination Gstaad AG (BDG), die den Transport technischer Anlagen und Einrichtungen zu «freundschaftlichen Konditionen» ausgeführt habe. Er betont: «Ohne dieses Entgegenkommen seitens der BDG wäre die Durchführung des Berglaufes nicht möglich gewesen.»

100 Helfer für das «Schaufenster der Region»
Das fünfköpfige Organisationskomitee um Präsident Alexandre Fivat stemmte zusammen mit 100 Helfenden den Anlass, der zu einem «Schaufenster für die Region Pays-d’Enhaut-Saanenland werden soll». Denn: Ein solcher Lauf mit grosser Medienpräsenz habe eine weite Ausstrahlungskraft, ist Thomas Graf überzeugt. Zudem bekommen damit lokale Produzenten die Möglichkeit, ihre Produkte einem nationalen bis internationalen Publikum zu präsentieren. Der Rougemont–Videmanette Run, der mit einer Länge von 7,4 Kilometern 1200 Höhenmeter überwindet, wurde erfolgreich wiedergeboren und soll, wenn es nach den Veranstaltern geht, in Zukunft wieder einen fixen Platz in der Agenda bekommen.

Weitere Fotos unter https://tinyurl.com/yda96lmv

 

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