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Arnenseestrasse drei Mal verschüttet

Di, 09. Feb. 2021
Im Vergleich zu dieser Person wird die Grösse der Lawine sichtbar. FOTOS: RUEDI KISTLER

Die Arnenseestrasse ist vermutlich an drei Stellen verschüttet. Die Strasse wird erst kurz vor der Eröffnung nach der Wintersperre im April geräumt. Dann werden auch die Schäden ersichtlich und behoben werden.

BLANCA BURRI
Vorige Woche lösten sich am Primelod in Feutersoey mehrere grosse Lawinen aufgrund der starken Regenfälle. Nun werden die Auswirkungen im Tal ersichtlich. «Augenzeugen haben berichtet, dass die direkte Arnenseestrasse an drei Stellen verschüttet wurde», sagt Walter Sumi, Präsident der Weggenossenschaft Tschärzistal, auf Anfrage. Die erste Lawine (Bilder) verschüttete die Strasse nur wenige Hundert Meter hinter der Barriere, gleich nach der ersten Kurve nach der Abzweigung der Umfahrungsstrasse (in der Nähe vom Mülischüpfli). Der zweite Lawinenkegel befindet sich bei der Galerie. «Ein Augenzeuge hat berichtet, dass diese Verschüttung gross ist, man sieht die Galerie nicht mehr», so Sumi. Die dritte Stelle ist im Bereich Gritteli, wo mehrere grosse Geröllfänger stehen.

Schäden noch nicht absehbar
«Der Schnee ist ausserordentlich nass und schwer und rutschte daher mit einer ganz besonderen Kraft ins Tal», so Sumi. «Das führt zu mehr Schäden, als eine Pulverschneelawine verursachen würde.» Wie hoch die Schäden sind, kann im Moment nicht beurteilt werden. Dafür müssen die Schneemassen im Frühling erst schmelzen oder weggebaggert werden. Bereits ist ersichtlich, dass es aussergewöhnlich viel Geröll, Schlamm und Holz hat. Ob es Schäden an der Strasse, am Geländer oder anderer Infrastruktur gegeben hat, wird sich also erst im Frühling zeigen. «Aufgrund der Wintersperre ist die Strasse zum Arnensee für den touristischen Verkehr sowieso gesperrt», informiert Walter Sumi.

Tunnel durch Lawinenkegel
«Beim Mülischüpfli geht selten eine Lawine dieser Grösse nieder», sagt Walter Sumi. Er weiss von zwei Ereignissen: 1970 und 1980. Beide Lawinenkegel waren mächtig, derjenige von 1970 aber bedeutend grösser. Walter Sumi: «Damals wurde ein Tunnel durch den Schnee gebaut, damit die Alpen bestossen werden konnten.» Der letzte Schnee auf der Strasse schmolz im darauffolgenden Oktober. Die Weggenossenschaft rechnet wegen der modernen Maschinen mit einer Räumungszeit von zwei bis drei Tagen. Einen Tunnel wird es voraussichtlich nicht geben, eher eine Schneise, wie Sumi sagt.

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