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Sandro Hauswirth am Skifliegen in Planica

Di, 30. Mär. 2021
Unvorstellbare Weiten legen die Skiflieger zurück. Für Sandro Hauswirth hat das Skifliegen einen ganz besonderen Reiz. FOTOS: ZVG

Der Saaner Sandro Hauswirth flog beim Skifliegen in Planica so weit wie noch nie zuvor in seiner Karriere. Der schlimme Sturz des Norwegers Daniel Tande beschäftigte die Athleten enorm.

JENNY STERCHI
Es war Sandro Hauswirths erklärtes Ziel, am Ende einer durchzogenen Saison beim Skifliegen im slowenischen Planica dabei zu sein. Das ist ihm gelungen.

Ein riesiger Satz
Seinen ersten Trainingssprung wird Sandro Hauswirth vermutlich nicht so schnell vergessen. Zum ersten Mal in seiner Karriere flog der junge Mann aus Saanen 237 Meter. Damit ist er erst der zweite Schweizer nach Simon Ammann, der eine solche Weite erreichte. «Für ihn war es unglaublich, so weit geflogen zu sein. Er war noch bis am Abend voll Adrenalin», war aus seinem Umfeld zu hören.

Beim Skifliegen ermöglicht ein Rang unter den besten 40 in der Qualifikation die Teilnahme am Wettkampf. Auch wenn es dann im Qualifikationsdurchgang «nur» noch zu 185,5 Metern reichte und Hauswirth damit die Wettkampfteilnahme verpasste, wird diese Weite wohl länger in seinem Kopf bleiben.

Das Risiko fliegt mit
Die Skiflugwettbewerbe in Planica wurden von einem furchtbaren Sturz des norwegischen Topspringers Daniel Tande überschattet. Nachdem er hart auf dem Schnee aufgeschlagen war, rutschte er in Richtung Auslauf, wo er bewusstlos liegen blieb. Sowohl für Trainer als auch Athleten ein sehr prägendes Erlebnis. Betroffenheit war unter allen zu spüren. Die Springer, die nach diesem Unfall noch folgten, flogen eher verhalten.

Während aus dem Spital vorsichtig positive Meldungen über den Zustand Tandes kamen, mussten die Skispringer sich auf den nächsten Wettkampf fokussieren und die Zuschauer daheim vor dem Fernseher sich nicht zu sehr verängstigen lassen. Wie hält man es aus, wenn der eigene Sohn einen Tag später auf derselben Schanze unterwegs ist? «Es war das erste Mal, dass ich wirklich richtig Angst hatte, zuzuschauen», so die Mutter von Sandro Hauswirth. «Ich habe es fast nicht ausgehalten, als Sandro startete.» Doch alles ging gut, er landete unversehrt und am Ende auf Rang 38.

Durchzogene Saison
Es war seine erste Saison, die er in der Kategorie Herren absolviert hat. Dort muss er sich nun positionieren. Die Konkurrenz ist stark, im Continental Cup starten Athleten, die dem Weltcup-B-Team der verschiedenen Nationen angehören. Dennoch reichte es bei Sandro Hauswirth für einige Punkte in dieser Cupwertung.

Zahlreiche Unterbrechungen und Verschiebungen liessen das Skifliegen in Planica zusätzlich zu einer mentalen Herausforderung werden. Die Müdigkeit zeigte sich dann im Teamspringen am Sonntag. «Nach dem Wettkampfabbruch am Samstag war die Spannung raus», wusste Sandros Mutter zu berichten. Dass er dann am Sonntag doch noch stattfand, verlangte den Athleten viel ab. Den Fokus noch einmal zu finden und konzentriert zu bleiben, gelang nur noch wenigen.

Aber nach diesem Wettkampfwochenende werden sowohl Trainer und Betreuer als auch die Athleten selber sowie ihre Familien froh gewesen sein, gesund und wohlbehalten heimfahren zu können. Für Sandro Hauswirth ist die Saison am Sonntag zu Ende gegangen.

Mehr von Sandro Hauswirth im
Video:https://tinyurl.com/965ra3xy

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