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Mehr Planungssicherheit für Grossveranstaltungen

Fr, 07. Mai. 2021
Bleibt zu hoffen, dass die Grossanlässe im Saanenland durchgeführt werden können. FOTO: JENNY STERCHI

Der Bundesrat entschied letzte Woche, dass Grossveranstaltungen mit über 1000 Besuchern im Sommer unter bestimmten Bedingungen möglich werden. Das hebt die Stimmung bei den Organisatoren der Grossveranstaltungen im Saanenland.

JENNY STERCHI
Die Vorschläge zur Durchführung von Grossveranstaltungen ab Sommer 2021 möchte der Bundesrat nicht als Öffnungsplan verstanden wissen. Vielmehr sollen den Kantonen «Werkzeuge» in die Hände gegeben werden, um an die jeweilige Situation angepasst Bewilligungen aussprechen zu können.

Anlässe in Aussicht
Der Bundesrat stellt erste grössere Anlässe im Juni in Aussicht, anhand derer in einer Pilotphase die genau definierten Schutzkonzepte geprüft werden sollen. Wichtiger Bestandteil dieser Schutzkonzepte ist der Einlass ausschliesslich geimpfter, negativ getesteter und genesener Personen, um das Übertragungsrisiko zu minimieren. Wie der Nachweis während der Pilotphase erbracht wird, ist noch nicht definiert.

Alle Anlässe wieder da?
Nachdem im letzten Sommer das Gstaad Menuhin Festival & Academy nur mit einigen wenigen Konzerten präsent sein konnte und alle übrigen Grossveranstaltungen im Saanenland gänzlich abgesagt wurden, sind die Aussichten auf den kommenden Sommer etwas optimistischer. Die Planungssicherheit für Grossveranstaltungen ist mit den Vorschlägen des Bundesrates letzte Woche deutlich gewachsen. Darüber sind sich die Veranstalter des Swatch Major Gstaad, des Swiss Open Gstaad und des Gstaad Menuhin Festivals einig. Auch der Glacier 3000 Run hat mit seiner Meldung über angepasste Startmodalitäten ein Signal der Zuversicht ausgesandt.

Vorsicht und Zurückhaltung
Wenngleich die Lage mehr Planbarkeit verspricht als noch vor einem Jahr, zeigen sich die Veranstalter der Grossanlässe, die ihre Tradition im Saanenland haben, zwar grundsätzlich optimistisch, jedoch sehr vorsichtig. «Niemand weiss heute, wie die Lage im Sommer ist», war von mehreren Veranstaltern zu hören. Und dennoch planen die meisten an den Veranstaltungen. Jeff Collet, Turnierdirektor der Swiss Open Gstaad, verriet auf Anfrage: «Es war eine sehr, sehr gute Nachricht für uns. Vor diesem Hintergrund werden wir auf jeden Fall ein Turnier in Gstaad in diesem Sommer planen. Ich war immer optimistisch, auch wenn mich in den letzten Wochen kleine Zweifel beschlichen, was die Zukunft noch so alles bringen wird. Schauen wir, wie sich die Sache entwickelt.» Auch Rudi Kunz, Turnierdirektor des Swatch Major Gstaad, schaut dankbar auf die Tendenz: «Wir sind sehr dankbar, was vom Bund, Baspo, SwissOlympic, von den Gemeinden und in meiner Situation von SwissVolley alles für den Sport und die Events unternommen wird, dass der Sport wieder lebt und dadurch die Leute wieder viele positiven Emotionen erleben können.» Aber wie viele andere in ähnlichen Positionen geben ihm die vielen Unsicherheiten noch zu denken.


«SCHUTZSCHIRM» FÜR VERANSTALTUNGSBRANCHE

Der «Schutzschirm» ist im Covid- 19-Gesetz verankert und richtete sich an Grossanlässe mit überkantonaler Bedeutung. Wurde ein Grossanlass bewilligt und dem «Schutzschirm» unterstellt, werden Entschädigungen gezahlt, wenn die epidemiologische Lage die Durchführung kurz vor dem Anlass nicht zulässt. Dabei muss sich der Veranstalter an den ungedeckten Kosten mit einer Franchise von 30’000 Franken sowie einem Selbstbehalt von 20 Prozent des verbleibenden Betrages beteiligen.

Sofern die Kantone die Hälfte der ungedeckten Kosten übernimmt, zahlt der Bund die andere Hälfte. Maximal beteiligen sich der Bund und die Kantone mit fünf Millionen Franken pro Veranstaltung. Die Geltungsdauer dieser Regelung reicht bis 30. April 2022. Die Umsetzung bedarf von den meisten Kantonen noch einer zu schaffenden Rechtsgrundlage.

PD

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