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Brasilianerinnen und Niederländer triumphieren am Swatch Major Gstaad

Di, 13. Jul. 2021
Als Folge des Schutzkonzepts war das Podium sehr aufgelockert. Die Freude der Siegerinnen Agatha und Duda war dennoch riesig, als sie die lang ersehnten Kuhglocken in Empfang nehmen durften. In den gelben Trikots die zweitplatzierten Brasilianerinnen Rebecca und Ana Patricia sowie die Weltmeisterinnen Sarah Pavan und Melissa Humana-Paredes aus Kanada in rot. FOTO: JENNY STERCHI

Die Finalspiele der Damen und Herren am Swatch Major Gstaad waren ausverkauft. Und das Wochenendwetter versöhnte sowohl Besucher als auch Helfer für eine Beachwoche, die nass und kalt begonnen hatte.

Vor fantastischer Kulisse in einem ausverkauften Gstaadion fanden am Wochenende die Finalspiele der Beachvolleyballerinnen und Beachvolleyballer statt.

Das Spiel um Gold bei den Damen war eine rein brasilianische Angelegenheit. Agatha/Duda kämpften sich gegen ihre Landsfrauen Ana Patricia/Rebecca auf das oberste Treppchen. Im Bronzespiel holten sich die Kanadierinnen Sarah Pavan und Melissa Humana-Paredes in einem packenden Spiel den dritten Rang.

Beste Ausgangslage für Olympia
Das Finalspiel entwickelte sich zwischen den beiden brasilianischen Damenteams sehr ausgeglichen. Die an zweiter Position des Turniers gesetzten Agatha/Duda und die als Nummer sechs gesetzten Ana Patricia/Rebecca machten sich keine Geschenke. Im ersten Satz gingen Letztere dank wuchtigen Angriffen mit fünf Punkten in Führung. Ihre Gegnerinnen fanden aber Punkt für Punkt den Anschluss und entschieden ihn schiesslich mit 23:21 für sich. Im zweiten Durchgang vermochten Agatha/Duda den Druck zu steigern. Ab dem 15. Punkt gaben sie die Führung nicht mehr aus der Hand und gewannen 21:18. «Nach 16 Jahren halte ich nun endlich die Kuhglocke in der Hand. Das war unser grösster Traum, seit wir zusammen als Team auftreten», freute sich Agatha Bednarczuk nach dem Sieg.

Sehenswerte Halbfinals der Damen
Bereits in den Halbfinals der Frauen am Swatch Major Gstaad kam es zum grossen Duell zwischen den Brasilianerinnen Agatha/Duda und den amtierenden Weltmeisterinnen Pavan/Melissa aus Kanada. Den ersten Durchgang prägten die 22-jährige Duda und ihre 38-jährige Partnerin Agatha mit ihrer dominanten Spielweise. Die Kanadierinnen, die schon die ganze Woche etwas unstet aufgespielt hatten, mussten eine Zwei-Satz-Niederlage hinnehmen.

Das zweite Halbfinale begeisterte das Publikum noch mehr. Die Lettinnen Gravcenoka/Graudina forderten ihren Gegnerinnen Ana Patricia/Rebecca alles ab. Nach je einem Satzgewinn musste der dritte Durchgang die Entscheidung bringen. Diesen entschieden die Brasilianerinnen dann deutlich für sich.

Vierte Glocke für Pavan
Im Spiel um Platz drei bekamen die Fans Beachvolleyball vom Feinsten zu sehen. Die Aussenseiterinnen Kravcenoka/Graudina aus Lettland erwiesen sich gegen die favorisierten Kanadierinnen Pavan/Melissa als ebenbürtig. Nach einem eindeutigen Startsatz für die Kanadierinnen mobilisierten die Lettinnen die letzten Reserven und glichen in den Sätzen aus. Gegen Ende des dritten Durchgang kam die grössere Routine der Favoritinnen zum Tragen. Sie gewannen das Spiel und sicherten sich somit eine weitere Kuhglocke. «Wir können nicht sagen, was auf unserer Seite im zweiten Satz passiert ist – und plötzlich war er auch schon vorbei. Im dritten Durchgang haben wir den Druck im Service wieder erhöht. Das war der Schlüssel zum Sieg. Der dritte Rang hier in Gstaad ist sehr wichtig für uns im Hinblick auf die Olympischen Spiele», sagte Sarah Pavan nach dem Sieg. Es war ihre vierte Podestplatzierung in Gstaad und somit nahm sie ihre vierte Kuhglocke in Empfang. «Vielleicht muss ich mir Kühe anschaffen», antwortete sie gewitzt auf die Frage, was sie denn mit den vielen Glocken zu Hause machen werde.

Herrenfinal mit «fliegenden Holländern» und Publikumslieblingen aus Qatar
Das Endspiel in der Herrenkonkurrenz am Swatch Major Gstaad brachte eine überraschende Paarung zu Tage. Die jungen Niederländer Boermans/ de Groot gewannen in drei Sätzen gegen das Team Cherif/Ahmed aus Qatar. Bereits auf dem Weg in den Final hatten die beiden 21- und 26-jährigen Spieler aus den Niederlanden im Pool gegen das Team aus Qatar mit 2:1 gewonnen. Im Halbfinal dominierten sie das russische Team Liamin/Myskiv klar mit zwei Gewinnsätzen.

Das sprunggewaltige Duo Cherif/Ahmed aus Qatar hatte sich im Laufe der Turnierwoche mit seiner erfrischenden Spielweise zu Publikumslieblingen entwickelt. Ihre Freude über den Einzug in den Halbfinal war nicht zu übersehen. Die dritte Kuhglocke gewann das russische Team Krasilnikov/Stoyanovskyi. Sie bezwangen ihre Landsmänner Liamin/Myskiv dank dem Sieg im rein russischen Bronzespiel.

Swatch Major Gstaad als Vorbild für kommende Sport-Grossevents
«Die enorme Arbeit rund um das Schutzkonzept als GGG-Event hat sich für alle Beteiligten gelohnt. Der Grossanlass in Gstaad ist eine wichtige Plattform für den Beachvolleyballsport, die Teams und die Sponsoren. Bewährt hat sich insbesondere das durchdachte Bubble-Prinzip als Grundlage für das Gesamtkonzept», zieht Ruedi Kunz erleichtert Bilanz und ergänzt: «Auf dieser Basis können weitere Grossanlässe in der Schweiz aufbauen und das Swatch Major Gstaad kann gestärkt in die Zukunft blicken.» Auch Gemeindepräsident Toni von Grünigen ist sich der Bedeutung des Turniers bewusst. «Wenn man gesehen hat, wie schnell die Billette verkauft waren und dass es noch mehr Leute gab, die gern dabei gewesen wären, ist das sowohl für das Turnier als auch für die Region ein gutes Zeichen», erklärte er in den sozialen Medien.

Aus touristischer Sicht ist das Turnier laut Tourismusdirektor Flurin Riedi von enormer Bedeutung. «Das Swatch Major Gstaad bringt vor allem junge Leute nach Gstaad. Die Tatsache, dass mit dem Turnier auch die Marke Gstaad in die Welt hinausgetragen wird, hat einen grossen Wert», äusserte sich Riedi gegenüber den sozialen Medien. «Gstaad ohne Beach ist wie Beach ohne Gstaad», fasste er zusammen.

Video: https://tinyurl.com/4j6t7n97

 

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