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Sinja Reuteler vom Adler beflügelt

Di, 19. Okt. 2021
Super Leistung von Sinja Reuteler: Sie schwebt förmlich mit ganz feiner Berglauftechnik dem Ziel auf 2079 m ü.M. entgegen. FOTO: ZVG

Auf dem Top of Rinderberg thront der geschnitzte Adler. Bis zu ihm führt die acht-Meilen-Strecke mit 1111 Höhenmetern. Der zweite Rinderberg Berglauf meldete bei besten Bedingungen ein Teilnehmerplus und freute sich über sehr viele Frauen am Start. Es wirkte so leicht, wie Sinja Reuteler aus dem Grund elegant den Sieg bei den Juniorinnen holte. Bei den Junioren wiederholte Dennis Sulliger aus Zermatt seinen Vorjahressieg.

Wegen Corona hat Zweisimmens Sportkoordinatorin Sonja Kurth vor einem Jahr einen würdigen Ersatz für die beliebte Simmenlauf-Serie gesucht. Und es scheint, dass sie mit ihrem kleinen Team eine ganz grosse Sache für glückliche Läuferherzen gefunden hat. Dabei macht es der klassische Berner Oberländer Sportberg Rinderberg, auf dem schon 1906 die zweiten Schweizermeisterschaften im Skilauf stattgefunden haben, vom Profil her einfach. Die acht Meilen mit 1111 Höhenmetern besitzen das Zeug zum Berglaufklassiker.

Der zweiten Berglauf steigerte sich um 15 Prozent auf 70 Teilnehmer. Beim Rinderberglauf wird aus praktischen Gründen der letzte Betriebstag der Gondelbahn gewählt. «So provozieren wir am Rinderberg am wenigsten weidende Rinder», schmunzelt Sonja Kurth. Und sie ist dankbar, dass sie neben den Landeigentümern auf so starken Support durch die BDG, GST und Hüttenzauber zählen darf.

Als Zeitnehmer durfte der Schönrieder Heinz Welten mit seinem Fairplay Timing auch starke Saaner Leistungen stoppen, obwohl wegen dem Arnenseelauf für einmal wenige Saaner am Start gewesen sind. Herausragend war die Leistung der 15-jährigen Sinja Reuteler aus dem Grund. Sie schwebte elegant dem Adler entgegen, dominierte die Kategorie Juniorinnen souverän und musste sich in der Tageswertung nur von der Adelbodnerin Edith Zurbrügg schlagen lassen. Saaner Bezug hat natürlich auch Dennis Sulliger aus Zermatt. Wie im Vorjahr siegte er bei den Junioren, verbesserte sich um fünf Minuten und hatte Freude am Preis für die Kategoriensieger, einer Tasche mit Scherenschnittmotiv von der Handweberei, gefüllt mit köstlichen Lokalprodukten – insbesondere aus dem Grischbach. Für Sinja Reuteler war der Gstaader Steve Reichenbach eine gute Lokomotive. Und dass es Edel-YB-Fan Martin Rolli im YB-Leibchen so rasch zum Adler geschafft hat, ist eine schöne Geschichte, die nur der Rinderberg schreibt. Tagessieger war wie 2020 der Lenker Patrick Feuz. Vor der eindrücklichen Chäle lag er bei der Rinderberg-Alp noch hinter dem Organisator des Videmanettelaufs, Thomas Graf. Bis zum Top of Rinderberg steigerte er sich in schönstem Bergläufer-Flow und verbesserte seinen Streckenrekord um sieben Sekunden auf 1.10:41. MATTHIAS KURT

Auszug aus der Rangliste
Frauen U20:
1. Sinja Reuteler, Grund, 1.28:24.
Frauen 40–49: 1. Edith Zurbrügg, Adelboden, 1.25:53, Tagessiegerin und neuer Streckenrekord. Herren U20: 1. Dennis Sulliger, Zermatt, 1.20:10. Herren 20–39: 1. Ueli Germann, Adelboden, 1.15:58; 8. Steve Reichenbach, Gstaad, 1.28:05; 13. Martin Rolli, Bern, 1.43:01. Herren 40–49: 1. Patrick Feuz, Lenk, 1.10:41, Tagessieger und Streckenrekord.

Komplette Rangliste: www.fairplay-timing.ch

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