Wird mit Angst Politik gemacht?

Di, 28. Apr. 2020

«Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.» Das Zitat von Albrecht Müller ist aktueller denn je. Werden wir Bürger nicht das eine oder andere Mal an der Nase herumgeführt? Oftmals merken wir das nicht einmal. Schliesslich hat der Mensch nicht die Zeit, jeder fragwürdigen Sache genau nachzugehen. Wer hätte vor einigen Wochen gedacht, dass sich die Menschheit praktisch widerstandslos einsperren lässt und es zulässt, dass die Wirtschaft abgewürgt wird, dass Grosseltern ihre Enkel nicht mehr in die Arme nehmen dürfen, dass keine Besuche mehr in Altersheimen und Spitälern möglich sind. Wird mit der Angst Politik gemacht? Bei der Corona-Krise haben wohl zum ersten Mal Wissenschaftler und Regierungen in einem bisher ungeahnten Ausmass die Steuerung der Gesellschaft übernommen. Werden durch die Notverordnungen und gesundheitlichen Ausnahmezustände nicht fast alle Menschen der Welt ohne Einwilligung zu Versuchsteilnehmern eines Grossexperiments? Werden mit diesem Experiment nicht leichtfertig Freiheit und Wohlstand unserer Kinder und Enkelkinder aufs Spiel gesetzt? Darüber nachdenken tut dringend Not.

KILIAN WYSSEN, ST. STEPHAN

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Kommentare

Gedanken zum Lesebrief- , Wird aus Angst Politik gemacht?' von Kilian Wyssen Hallo Herr Wyssen Als Pflegefachfrau, die auf der Intensivmedizin im Inselspital seit Mitte März 2020 nur Covid 19 Patienten pflegt, kommt mir regelmässig die Galle hoch wenn ich solche Lesebriefe entdecke. Warscheinlich Herr Wyssen haben Sie kein Familienmitglied das wegen diesem Virus schwer erkrankt ist und um sein Leben kämpft. Vielleicht haben Sie auch keine 80 jährigen Eltern um die Sie sich Sorgen machen, oder Freunde und Familienmitglieder die eine Imunschwäche haben und es sich täglich gelohnt hat etwas eingeschränkt zu leben. Finden Sie nicht auch das wir alle mal etwas Menschlichkeit, Dankbarkeit und Demut zeigen konnten. Ich rechne es unserer Regierung hoch an einmal Schutz und Gesundheit vor Wirtschaftlichkeit gestellt zu haben. Nur weil die Deutschschweiz relativ glimpflich davongekommen ist heisst das noch lange nicht, dass alles jetzt vorbei ist, das wird sich in den nächsten 3 Wochen zeigen, wenn die Einschränkungen gelockert werden. Im Übrigen sieht man ja in Amerika was passiert wenn die Regierung alles auf die leichte Schulter nimmt und wenn die Katastrophe da ist bei allen andern den Sündenbock sucht. Wir können alle verschiedene Meinungen haben, einige von uns hätten anders entschieden als unsere Politiker. Wer nicht entscheiden muss weiss es immer besser, ganz sicher im Machhinein.! Aber ich habe mich sicher nicht bevormundet undunterdrückt gefühlt in den letzten Wochen, sondern als Mensch der mithilft und Mitverantwortung trägt für unsere Mitmenschen und für unsere Zukunft. Priska Vaucher-Schopfer

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