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Dialektforscher kommen nach Saanen

Di, 25. Feb. 2020

Die Universität Bern untersucht die Entwicklung der schweizerdeutschen Dialekte der vergangenen Jahre. Dafür sucht sie Probanden.

BLANCA BURRI
«Sprachen und Dialekte verändern sich. Oft hört man, dass heute nicht mehr so gesprochen wird wie vor 50 Jahren», schreibt die Uni Bern auf ihrer Website. Sie will nun herausfinden, ob dies wirklich der Fall ist. In einer der umfangreichsten Dialekterhebung seit Mitte des 20. Jahrhunderts wird die Projektgruppe Sprachdaten von mehr als 1000 Personen in der ganzen deutschsprachigen Schweiz erheben und traditionelle dialektologische Feldforschung mit innovativen technologischen Methoden kombinieren. Sie geht den Fragen nach, wie sich die schweizerdeutschen Dialekte in den letzten 70 Jahren verändert haben und welche sprachlichen Ebenen sich am meisten verändert haben.

Das Projekt wird vom Schweizerischen Nationalfonds (Eccellenza) gefördert und hat eine Laufzeit von September 2019 bis August 2024. Daran beteiligt sind Adrian Leemann (Projektleiter), Péter Jeszenszky (Postdoc), Carina Steiner (Doktorandin), Melanie Studerus (Studentische Hilfsassistentin) und Jan Messerli (Studentischer Hilfsassistent). Sie alle arbeiten am Center for the Study of Language and Society (CSLS) der Universität Bern.

Saaner und Gstaader gesucht
Die Uni Bern kommt für die Erhebung auch ins Saanenland. Sie sucht Menschen aus Saanen, Gstaad und Zweisimmen, die 20 bis 35 oder 65 bis 80 Jahre alt sind. Sie sollen im Saanenland aufgewachsen und muttersprachlich deutsch sein. Zudem müssen sie mehrheitlich dort gewohnt haben. Mindestens ein Elternteil soll bereits in der Region aufgewachsen sein. Die Erhebung dauert rund drei Stunden, findet zwischen Februar 2020 und Sommer 2021 statt und wird mit 100 Franken vergütet. Wer interessiert ist, kann sich auf der Website einen Einblick verschaffen und sich dort gleich anmelden.

www.sdats.ch
Anmeldungen: www.tinyurl.com/wl3krcr

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Kommentare

Erlaubt die Tatsache, dass das Saanetütsch dem Walliser-Dialekt näher ist (beides sind höchstalemannische Dialekte) als das (mittelländische) Berndeutsch einen Hinweis auf die Besiedlungsgeschichte?

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