Das Leben beginnt vor der Geburt


Für die Entwicklung des Babys ist bereits wichtig, was vor der Geburt geschieht. Die Betreuung durch eine Hebamme kann vieles erleichtern.

Am 5. Mai feiern die Hebammen den Internationalen Hebammentag. Der Tag soll daraufhin weisen, wie wichtig Hebammenarbeit ist. Heute kommt in der Schweiz jedes dritte Kind per Kaiserschnitt zur Welt. Würden mehr Frauen durch Hebammen betreut, liesse sich die Zahl der operativen Eingriffe bei Geburten senken. Der diesjährige Internationale Hebammentag steht unter dem Motto: «Es ist wichtig, wie wir geboren werden». Aber bei der Hebammenarbeit geht es natürlich nicht nur um die Geburt.

Jede Frau kann sich in der Zeit von Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit von einer Hebamme beraten lassen. «Frauen sollen durch die Betreuung einer Hebamme wieder vermehrt ihren eigenen, körperlichen und psychischen Fähigkeiten vertrauen lernen», sagt Verena Schwander. Die 47-Jährige aus Schönried ist seit 23 Jahren Hebamme. Das Schöne an ihrem Beruf sei der enge Kontakt zu den werdenden Eltern. «Ich kann die ganze Entwicklung von der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit miterleben.» Hebammen geben Rat, sprechen mit den werdenden Müttern und Vätern auch über Ängste, Wünsche und Sorgen. Und sie intervenieren nur, wenn es medizinisch notwendig ist. Der Schweizer Hebammenverband bedauert, dass gerade einmal zwei Prozent aller Schwangeren von Hebammen betreut werden. Dabei übernimmt die Krankenkasse die Kosten der Betreuung. Verena Schwander weiss: «Die Kasse zahlt vieles, von dem Geburtsvorbereitungskurs über die Begleitung bis zum zehnten Tag nach der Geburt und dann weitere drei Besuche während der Stillzeit.»

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