Die Rezession hat auch Gstaad erreicht
25.05.2009 Gesellschaft, Hotellerie / Gastronomie, Tourismus, Gstaad, Sport
Die Wirtschafts- und Finanzkrise macht sich auch in Gstaad bemerkbar.
Nach einem zunächst sehr guten Winterstart hat die Rezession nun auch in der Destination Gstaad Fuss gefasst. Dieses Fazit zieht Roger Seifritz, Direktor von Gstaad Saanenland Tourismus (GST) beim Blick auf die Statistik der vergangenen Jahre. Zwischen Anfang November 2008 und Ende April 2009 zählten die Beherbergungsbetriebe im Saanenland insgesamt 12 539 Übernachtungen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Rückgang von 5,9 Prozent.
Den deutlichsten Rückgang erlebte die 5-Sterne-Hotellerie mit 15,5 Prozent. Positiv entwickelte sich der Tagestourismus. Schneereiche Pisten und schönes Wetter lockten die Besucher nach Gstaad. Hier gab es einen leichten Zuwachs. Die Bergbahnen im Gebiet von Gstaad Mountain Rides schlossen den Winter 2008/2009 mit einem Umsatzplus von rund 3 Prozent ab. Der Blick auf die Gstaader Gästestatistik zeigt einen Trend: Die grössten Einbussen verzeichneten Betriebe mit hohem Internationalisierungsfaktor und Aktivitäten im Geschäftsreisesegment. Der Inlandmarkt hingegen erwies sich mit einem kleinen Plus von 0,2 Prozent als touristisches Rückgrat der Region. Seifritz betonte, dass der letzte Winter trotz allem im langjährigen Vergleich immer noch der drittbeste der vergangenen acht Jahre gewesen sei. Beim Ausblick auf den Sommer gibt der Tourismusdirektor sich zurückhaltend: «Die ersten Indizien deuten auf ein Nachlassen gegenüber dem Vorsommer hin.»

