Bedauern über die Nichtwahl von Christian Pfammatter
03.12.2009 Gesundheitswesen, ObersimmentalMitte November gab der Verwaltungsrat der Spital STS AG Thun den Nachfolger von CEO Beat Straubhaar bekannt. Aus dem Obersimmental regt sich nun Widerstand gegen die Wahl von Dr. Bruno Guggisberg (Foto).
Politiker, die Gemeindepräsidenten und die Bevölkerung des Obersimmental/Simmentals seien schwer enttäuscht über die Nichtwahl von Dr. Christian Pfammatter, heisst es nun in einer von Grossrat Hansjörg Pfister versandten Medienmitteilung. Mit Befremden nehme man zur Kenntnis, dass der Verwaltungsrat auf ein internes, qualifiziertes Kadermitglied verzichte. Die Kritiker stellen die Seriosität des Auswahlverfahrens in Frage, respektive «deren Ausgewogenheit hinsichtlich der Prüfung der Bewerbungsdossiers und Befangenheit des CEOs und des Verwaltungsrates». Sie verlangen Transparenz und sehen Handlungsbedarf seitens des Regierungsrates. «Aus unserer Sicht ist es kaum möglich, dass Verwaltungsratsmitglieder wie Dr. Bangerter, CEO der KTP, ihre Mandate als VR in der Spital STS AG neutral und objektiv wahrnehmen können», so die Begründung. In einer schriftlichen Stellungnahme wehrt sich der Verwaltungsrat gegen die Anschuldigen. Dr. Christian Pfannmatter, Spitaldirektor der Spital STS AG, wollte sich zu diesem Thema nicht äussern. Auch Spitalärzte bedauern, dass Dr. Christian Pfammatter nicht gewählt wurde, wie Dr. Rolf Hess, Chefarzt Orthopädie/Traumatologie im Spital Thun, gegenüber dem «Anzeiger von Saanen» sagte. «Dr. Pfammatter ist eine absolut fähige und integre Persönlichkeit.» Das bedeute aber nicht, dass man die Wahl von Dr. Bruno Guggisberg ablehne oder die Legitimation des Verwaltungsrates in Frage stelle. «Herr Guggisberg hat unser Vertrauen und der Verwaltungsrat hat selbstverständlich das Recht, die Wahl so vorzunehmen, wie er es für richtig hält», so Dr. Hess. Er betonte, dass er vom Wortlaut der Medienmitteilung erst nach deren Versand Kenntnis hatte und legt Wert auf die Feststellung, dass er nicht Mitunterzeichner der Medienmitteilung ist, sondern lediglich Auskunftsperson für einen Teil der Chefärzte am Spital Thun.
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