Schulung für angehende Rettungssanitäter im Mannenberg-Wald

  28.12.2009 Gesellschaft, Obersimmental, Natur


Erschwerte Rettungsbedingungen aus dem unwegsamen Winterwald am Mannenberg. Da stossen selbst geübte Retter an die Grenzen.

Forstunfälle sind für den Rettungsdienst eine grosse Herausforderung und mit etwelchen Schwierigkeiten verbunden. Gerhard Moser, Ausbildungsverantwortlicher im Rettungsdienst der Spital STS AG machte dies zum Thema für den internen Schulungstag in Zweisimmen mit 14 angehende Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern auf der Bohag/Rega Basis. Im zur Seite standen mit den Holzfachleuten Arno Reichenbach, Zweisimmen und Res Mühlethaler aus St. Stephan zwei kompetente Mitausbildner.

 

 

Zur Winterszeit sind die Forstleute meist in unwegsamem Gelände mit dem Holzschlag beschäftigt. Auch am Mannenberg sind Waldarbeiter am Werk. Im Schnee und bei Minustemperaturen bot sich das steile unwegsame Gelände für mögliche Forstunfälle an. Kein programmiertes GPS führte den übenden Rettungsdienst direkt zum typischen Forstunfall beim Fällen mit der Motorsäge. Am zweiten Posten musste der abgestürzte Forstwart beim sogenannten Steigunfall unterhalb des Felsens erst gefunden werden. Teilnehmerin Heidi Tschabold meinte es treffend: «Normalerweise sind wir nur zu zweit und nicht eine ganze Gruppe. Da ist man als Retter gefordert und stösst schnell einmal an die physische und psychische Grenze. Die Anforderung weiterer Hilfe durch den SAC oder die Rega sind unumgänglich.» Bei der Bohag/Rega Basis mussten sich die Teilnehmer mit dem Auffinden des Einsatzortes befassen. Die Meteoeinflüsse, die Beurteilung des Geländes nach Karte und Koordinaten gehörten da zu den einsatztaktischen Schwerpunkten. Für Arno Reichenbach stand der Tag unter einem guten Stern: «Die angestrebten Ziele sind alle erreicht, es wurde durchwegs mit Sorgfalt und unfallfrei gearbeitet. Die Rettungssanitäter kennen die vorbereitete Notfallorganisation beim Forst und Sie sind trotz den erschwerten Rettungsbedingungen im Wald auch zum Eigenschutz sensibilisiert.»

 

Foto: Fritz Leuzinger


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