Holzzertifizierung und Hirsch machen Sorgen
Region | Dienstag, 23. März 2010
In unseren Wäldern gibt es mehr Hirsche, der Wildschaden hält sich aber noch in Grenzen. Das Herkunftslabel «Schweizer Holz» genüge beim Holzverkauf – dies waren u.a. Themen der GV der Waldbesitzer.
Die Waldbesitzer im Verein Obersimmental-Saanen tagten an der Lenk. Die Berner Waldeigentümer sind über die regionalen Vereine im Verband Berner Waldbesitzer (BWB) organisiert. Der BWB vertritt die Interessen von 34 000 Waldeigentümern im Kanton Bern mit rund 175 000 Hektaren Berner Wald. Als Geschäftsführer des Berner Holzförderungsfonds (BHFF) tut sich Stefan Flückiger mit dem Thema Waldzertifizierung schwer. «Die Schweiz hat das strengste Waldgesetz der Welt und die strengsten Zertifizierungsvorschriften. Die gezielte Nachfrage nach zertifiziertem Holz ist nur ein Viertel der Produktionsmenge, die Kosten im Vergleich zum Nutzen stehen nicht in einem akzptablen Verhältnis» Im BWB herrscht keine Zwangszertifizierung. Es bestehe die Möglichkeit zu kostengünstigeren und effizienteren Zertifizierungsformen. Die Holzvermarktungsorganisationen und die Forstverwaltungen empfehlen allen Waldbesitzern und Förstern ihr Holz unzertifiziert zu verkaufen. Wenn ein Kunde eine Zertifizierung wünsche, genüge das Label «Schweizer Holz». Oberförsterin der Waldabteilung 2, Eveline Coleman, blickte auf das vergangene Jahr zurück. Die Wildschäden wären in den letzten Jahren durchwegs noch im grünen Bereich gewesen, so die Oberförsterin. Der Hirsch mache sich im ganzen Gebiet der Waldabteilung 2 bemerkbar. Mit einer Zunahme der Wildschäden sei in den nächsten Jahren zu rechnen.
Foto: Pixelio
























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