Fernwärme: bisher 1,3 Millionen Liter Heizöl ersetzt

Im Dezember 2008 ging die Fernwärme Saanen-Gstaad ans Netz. Bis Ende März 2010 wurden rund 1,3 Millionen Liter Heizöl substituiert und rund 3000 Tonnen CO2 eingespart.

Das Fazit nach rund 480 Betriebstagen fällt durchwegs positiv aus. «Es gab bisher weder technische Probleme noch längere Ausfälle – auch nicht während der Kälteperiode», betont Betriebsleiter Rolf Schwenter. 22 500 Sm3 Holz wurde seit der Inbetriebnahme im Dezember 2008 bis Ende März 2010 in der Fernwärme Saanen-Gstaad verbrannt. Der Ölbrenner war während dieser Zeit nur rund 29 Stunden in Betrieb. «Etwa zur Hälfte der Zeit lief der Ölkessel während Arbeiten/Anpassungen an der Holzförderung und die restliche Zeit läuft er nur für die regelmässigen Funktionskontrollen», so Schwenter. «Seit der Inbetriebnahme der Fernwärme wurden rund 1,3 Millionen Liter Heizöl ersetzt oder umgerechnet 3000 Tonnen CO2 eingespart», rechnet der Betriebsleiter vor. Etwa ein halbes Prozent des verbrauchten Schnitzelvolumens bleibt als Asche zurück. Diese muss – vor allem wegen den Rückständen aus dem Altholz – in der Reaktor-Deponie in Jaberg entsorgt werden.

Standort hat sich bewährt
Vor dem Bau der Fernwärme wurde vor allem der – abgelegene – Standort für die Heizzentrale in Frage gestellt. «Es war richtig, hier zu bauen. Die Vorteile – zum Beispiel die Nutzung von Synergien zur Holzlogistik – überwiegen», ist Schwenter heute überzeugt. «Diesen Winter ging das Wasser in der Heizzentrale mit 126 Grad Celsius ins Netz. Drei Stunden später ist es im Hotel Palace mit 120 Grad Celsius angekommen. Die Verluste durch das lange Leitungsnetz halten sich also durchaus im Rahmen.»

von Anita Moser

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