Am 13.6. ist die Abstimmung über die Einführung der
Regionalkonferenz Thun Oberland-West. In einer Pressekonferenz machte das Projektteam deutlich, welche Chancen sich für die Region ergeben können.
Die Region Thun Oberland-West ist die dritte Region im Kanton Bern, die über eine Einführung der Regionalkonferenz abstimmt. Das Projektteam mit Werner Luginbühl, Ständerat und Vorsitzender des Strategischen Lenkungsausschuss, Jolanda Moser, Gemeinderätin und Vorsteherin Bau und Liegenschaften Thun sowie Mitglied SLA, Hans Rösti, Grossrat aus Kandersteg und Mitglied SLA, Anne Speiser, Gemeinderatspräsidentin aus Zweisimmen und Mitglied SLA, Erwin Walker, designierter Geschäftsführer der RKTOW, sowie Andreas Grünig, Geschäftsführer der Bergregion Obersimmental-Saanenland, ging es am vergangenen Dienstag in einer Medienkonferenz darum, ihre Initiative und ihr Einstehen für die Regionalkonferenz zu begründen sowie Fakten und Konsequenzen in diesem Zusammenhang aufzuzeigen. Letztendlich liegt es an den Stimmberechtigten, ob es zur Einführung der Regionalkonferenz kommt oder nicht. Wenn sich die Mehrheit der Stimmenden und der Gemeinden dafür entscheidet, wird die Regionalkonferenz ihre Tätigkeit auf den 1. Januar 2011 aufnehmen. Dadurch soll die regionale Zusammenarbeit effizienter und demokratischer werden. «Mit der Einführung der Regionalkonferenz erwarten wir eine wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Stärkung unserer Region im ganzen Kanton Bern», sagte Andreas Grünig am Dienstag. Die RKTOW soll die Agglomeration Thun und ihr ländliches Umfeld, das Kandertal, das Simmental und das Saanenland eng zusammenrücken und die vorhandenen Stärken und Kernkompetenzen nutzen. Dadurch sollen die Interessen der Region im Kanton wirkungsvoller vertreten werden können. Zu ihren gesetzlichen Pflichtaufgaben sollen die Gesamtverkehrs- und Siedlungsplanung, die Öffentliche Verkehrsplanung, die Regionalpolitik, die Kultur und das Agglomerations-Programm zählen. Die Angst, dass die Agglomeration Thun gegenüber den Randregionen ein zu grosses Gewicht in der Regionalkonferenz bekommen wird, teilen die Mitglieder des Projektteams nicht. «Ich vertraue dem Engagement des Projektteams, die Anliegen der Randregionen gut zu positionieren», sagte Anne Speiser. «In der Regionalen Verkehrskonferenz und der Neuen Regionalpolitik wird schon im Perimeter zusammengearbeitet. Wir haben dabei positive Erfahrungen gemacht. Die gute Vertretung vom Kandertal sowie Simmental-Saanenland in der Geschäftsleitung und den Kommissionen verspricht die Berücksichtigung der entsprechenden Anliegen.» Jolanda Moser gab zu, dass es auch in der Stadt Thun anfangs Bedenken gegenüber der Regionalkonferenz gab. «Aber schon heute profitieren Stadt und Land voneinander. Es geht darum, miteinander zugunsten einer Sache zu arbeiten und nicht gegeneinander.» Ausserdem gäbe es in der Stadt und der Agglomeration auch oftmals ähnliche Probleme wie in den Randregionen. «Probleme hören nicht an der Gemeindegrenze auf. Es gibt Interessen, die das gesamte Oberland-West betreffen. Heutzutage ist Zusammenarbeit unabdingbar. Dass jeder für sich alleine arbeitet, ist einfach nicht mehr zeitgemäss», sagte sie. Kommt es zur RKTOW, wird sie zusammengesetzt aus den 55 Gemeinderatspräsidenten/innen der Regionsgemeinden. Präsident soll Harry Feller aus Steffisburg werden, als Geschäftsführer ist Erwin Walker aus der Lenk vorgeschlagen. «Es wäre eine verpasste Chance, wenn die Regionalkonferenz Thun Oberland-West nicht zustande kommt», sagte Luginbühl. Die bereits bestehenden Regionalkonferenzen Bern-Mittelland und Oberland-Ost hätten gute Erfahrungen gemacht. «Man muss sagen, dass dort eine eindeutige Professionalisierung in allen Bereichen stattgefunden hat», sagte Grünig. Die Vorteile einer Regionalkonferenz würden eindeutig überwiegen, so Luginbühl. «Nichts wird von den Gemeinden weg gehen, was nicht jetzt schon von den Gemeinden weg ist», sagte er. Anne Speiser sieht in der Regionalkonferenz auch eine Chance für den in der Bergregion so wichtigen Wirtschaftsfaktor Tourismus. «Der Tourismus im Kanton Bern ist im Vergleich zu anderen Kantonen nicht gut positioniert. Als grössere Körperschaft können wir da stärker auftreten.»
Am 13.6. ist die Abstimmung über die Einführung der
Regionalkonferenz Thun Oberland-West. In einer Pressekonferenz machte das Projektteam deutlich, welche Chancen sich für die Region ergeben können.
Die Region Thun Oberland-West ist die dritte Region im Kanton Bern, die über eine Einführung der Regionalkonferenz abstimmt. Das Projektteam mit Werner Luginbühl, Ständerat und Vorsitzender des Strategischen Lenkungsausschuss, Jolanda Moser, Gemeinderätin und Vorsteherin Bau und Liegenschaften Thun sowie Mitglied SLA, Hans Rösti, Grossrat aus Kandersteg und Mitglied SLA, Anne Speiser, Gemeinderatspräsidentin aus Zweisimmen und Mitglied SLA, Erwin Walker, designierter Geschäftsführer der RKTOW, sowie Andreas Grünig, Geschäftsführer der Bergregion Obersimmental-Saanenland, ging es am vergangenen Dienstag in einer Medienkonferenz darum, ihre Initiative und ihr Einstehen für die Regionalkonferenz zu begründen sowie Fakten und Konsequenzen in diesem Zusammenhang aufzuzeigen. Letztendlich liegt es an den Stimmberechtigten, ob es zur Einführung der Regionalkonferenz kommt oder nicht. Wenn sich die Mehrheit der Stimmenden und der Gemeinden dafür entscheidet, wird die Regionalkonferenz ihre Tätigkeit auf den 1. Januar 2011 aufnehmen. Dadurch soll die regionale Zusammenarbeit effizienter und demokratischer werden. «Mit der Einführung der Regionalkonferenz erwarten wir eine wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Stärkung unserer Region im ganzen Kanton Bern», sagte Andreas Grünig am Dienstag. Die RKTOW soll die Agglomeration Thun und ihr ländliches Umfeld, das Kandertal, das Simmental und das Saanenland eng zusammenrücken und die vorhandenen Stärken und Kernkompetenzen nutzen. Dadurch sollen die Interessen der Region im Kanton wirkungsvoller vertreten werden können. Zu ihren gesetzlichen Pflichtaufgaben sollen die Gesamtverkehrs- und Siedlungsplanung, die Öffentliche Verkehrsplanung, die Regionalpolitik, die Kultur und das Agglomerations-Programm zählen. Die Angst, dass die Agglomeration Thun gegenüber den Randregionen ein zu grosses Gewicht in der Regionalkonferenz bekommen wird, teilen die Mitglieder des Projektteams nicht. «Ich vertraue dem Engagement des Projektteams, die Anliegen der Randregionen gut zu positionieren», sagte Anne Speiser. «In der Regionalen Verkehrskonferenz und der Neuen Regionalpolitik wird schon im Perimeter zusammengearbeitet. Wir haben dabei positive Erfahrungen gemacht. Die gute Vertretung vom Kandertal sowie Simmental-Saanenland in der Geschäftsleitung und den Kommissionen verspricht die Berücksichtigung der entsprechenden Anliegen.» Jolanda Moser gab zu, dass es auch in der Stadt Thun anfangs Bedenken gegenüber der Regionalkonferenz gab. «Aber schon heute profitieren Stadt und Land voneinander. Es geht darum, miteinander zugunsten einer Sache zu arbeiten und nicht gegeneinander.» Ausserdem gäbe es in der Stadt und der Agglomeration auch oftmals ähnliche Probleme wie in den Randregionen. «Probleme hören nicht an der Gemeindegrenze auf. Es gibt Interessen, die das gesamte Oberland-West betreffen. Heutzutage ist Zusammenarbeit unabdingbar. Dass jeder für sich alleine arbeitet, ist einfach nicht mehr zeitgemäss», sagte sie. Kommt es zur RKTOW, wird sie zusammengesetzt aus den 55 Gemeinderatspräsidenten/innen der Regionsgemeinden. Präsident soll Harry Feller aus Steffisburg werden, als Geschäftsführer ist Erwin Walker aus der Lenk vorgeschlagen. «Es wäre eine verpasste Chance, wenn die Regionalkonferenz Thun Oberland-West nicht zustande kommt», sagte Luginbühl. Die bereits bestehenden Regionalkonferenzen Bern-Mittelland und Oberland-Ost hätten gute Erfahrungen gemacht. «Man muss sagen, dass dort eine eindeutige Professionalisierung in allen Bereichen stattgefunden hat», sagte Grünig. Die Vorteile einer Regionalkonferenz würden eindeutig überwiegen, so Luginbühl. «Nichts wird von den Gemeinden weg gehen, was nicht jetzt schon von den Gemeinden weg ist», sagte er. Anne Speiser sieht in der Regionalkonferenz auch eine Chance für den in der Bergregion so wichtigen Wirtschaftsfaktor Tourismus. «Der Tourismus im Kanton Bern ist im Vergleich zu anderen Kantonen nicht gut positioniert. Als grössere Körperschaft können wir da stärker auftreten.»