Am vergangenen Freitag trafen sich die Aktionäre der Enhosag zu ihrer Generalversammlung im Hotel Palace. Zügig führte Präsident Heinz Brand an diesem Abend durch die Traktanden, die alle einstimmig genehmigt wurden. Im Jahr 2009 habe die Enhosag einen regelrechten Quantensprung gemacht, berichtete Rechnungsführer Rudolf Hauswirth. Die Bilanzsumme betrug im vergangenen Jahr Fr. 1 016678,35. Der Cashflow wurde verdoppelt. Die Abschreibungen in Höhe von knapp 90 000 Franken resultieren aus dem erhöhten Materialaufwand, der fast verdoppelt wurde, den höheren Personalkosten, die hauptsächlich auf die Einstellung eines Platzwartes zurückzuführen sind, einem höheren Baurechtzins und dem Kauf eines neuen Sortierplatzes. «Wir haben eine solide finanzielle Basis erreicht», sagte Heinz Brand. In seinem Jahresbericht berichtete Produktionsleiter Daniel Bütschi dass die Enhosag mit der Anlieferung von Energieholz fast überfahren wurde. Der Umschlag (Ankauf/Verkauf) von Energieholz wurde im Jahr 2009 fast verdreifacht. «Im 2009 wurden 29723 Sm3 eingekauft und 18860 Sm3 verkauft, also 47583 Sm3 umgesetzt.» Vom eingekauften Energieholz stammen 52 Prozent aus dem Saanenland, 20 Prozent vom Obersimmental, 23 Prozent vom Pays d’Enhaut und lediglich 5 Prozent oder 1509 Sm3 ausserhalb des Perimeters. Man betreibe keinen Holztourismus, betonte Heinz Brand einmal mehr an der Generalversammlung. Zurzeit bestehe ganz klar ein Überangebot an Energieholz im Kanton Bern. Da jetzt und später grössere Mengen Energieholz benötigt würden, werde das Holzernteverfahren umgestellt und viel mehr Energieholz aus dem Wald genommen, z.B. mit Ganzbaumverfahren. Bis zum 31. Mai 2010 hat die Enhosag zirka 19051 Sm3 und zirka 286 m3 Rundholz eingekauft. Das bedeutet, dass die Enhosag zurzeit einen Lagerstand von zirka 26769 Sm3 ohne Rundholz hat. Von dem eingekauften Energieholz lagern zirka 10500 Sm3 Rinde und Schlagabraum im Freien. Um dem steigenden Energieholzverbrauch gerecht zu werden, brauche es dringend eine weitere grosse Schnitzellagerhalle, betonte Präsident Heinz Brand. Für 2011 plant die Enhosag den Bau einer weiteren Schnitzelhalle mit einer Kapazität von 12000 Sm3. Vor 25 Jahren hatten die Jungunternehmer Ernst B. Frautschi, Thomas Thoenen, Beat Müller und Heinz Addor, gemeinsam mit der Gemeinde Saanen die Energieholz AG Saanenland gegründet. Ziel der Firma war es damals, wie heute, das in der Region anfallende Schwach-, Schad-, Rest- und Altholz aufzubereiten, zu lagern und zu transportieren um anschliessend in Wärme umzusetzen. Die Grosskunden der Enhosag sind heute die Fernwärme Saanen-Gstaad und Schönried, die Schulanlage Ebnit und Frautschi in Schönried. Künftig will sich die Firma auf ihr Kerngeschäft Biomasse konzentrieren. «Das Saanenland hat viel Biomasse und die wird immer noch nicht genügen genutzt», sagte Brand am Freitag. Biogas sei für die Enhosag immer mehr ein Thema.
Enhosag wurde vor 25 Jahren gegründet
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chregu
Mo, 06/28/2010 - 14:26
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