Peter Villiger neu im Advisory Board
05.08.2010 Event, Gstaad, SportPeter Villiger ist neues Mitglied des Advisory Boards des Allianz Suisse Open Gstaad. Weitere Mitglieder sind u.a. alt Bundesrat Adolf Ogi, alt Bundesrat Arnold Koller, alt Vizekanzler Achille Casanova und Bruno Marazzi.
Das Advisory Board wurde 2006 gegründet. «Die Funktion des Advisory Board besteht darin, das Wissen und Können sowie das persönliche Beziehungsnetz der Mitglieder für den Verwaltungsrat der Swiss Open Gstaad AG dienstbar zu machen», erläutert Aldo Kropf, Gemeindepräsident und Verwaltungsratsvizepräsident der Gesellschaft Swiss Open Gstaad AG. «Insbesondere soll das Advisory Board die für die Entwicklung des Tennisturniers in Gstaad massgebenden äusseren Rahmenbedingungen verfolgen und den Verwaltungsrat durch Beratung unterstützen.» In der Turnierorganisation des Allianz Suisse Open Gstaad ist Peter Villiger seit 2008 als Berater wieder mit dabei. Zuvor war Villiger 25 Jahre lang Bauchef des Turniers. Seit 2002 war Villiger nicht mehr in der Organisation tätig. Den Spielen zugeschaut hat er jedoch immer. Das Tennisturnier in Gstaad hat ihn nie richtig losgelassen. Seit die Grand Chelem Management SA sich um die Organisation kümmere, sei das Turnier wieder auf einem guten Weg, ist Villiger überzeugt. Dass es beim Turnier in Gstaad hochklassige Spiele zu sehen gäbe, wisse jeder Tennisfan. «Früher war das ein Ort, an dem es um sehen und gesehen werden ging», sagt er, «es war ein Muss, nach Gstaad zu kommen. Heute kommen die wirklich Sport- und Tennisbegeisterten.» Man müsse sich bewusst sein, dass man ein 250er-Turnier sei. Die Teilnehmerfelder könnten eben nicht mit Grand Slam-, 1000er- oder 500er-Turnieren verglichen werden. 250 ATP-Punkte bekommt der Gstaad-Sieger. Und Top- 10-Spieler dürften nur an zwei 250er- Turnieren im Jahr teilnehmen. «Die gehen natürlich dann zu den Turnieren wie Dubai etc., dorthin, wo es richtig viel Geld zu verdienen gibt», sagt Villiger. Dass ein Roger Federer oder ein Stanislas Wawrinka nicht zum Turnier kämen, verstehe er allerdings nicht. «Sie könnten meiner Meinung nach ruhig bei zwei Turnieren in der Schweiz spielen und mehr Patriotismus zeigen», sagt er. Andererseits halte er es Federer zugute, dass dieser auch nach seinem Wimbledon-Sieg noch einmal nach Gstaad gekommen sei. Heute seien die Terminkalender der Tennisstars so genau abgestimmt, es sei schwer, mit einer Veranstaltung genau in den Kalender zu passen. «Selbst wenn es hier noch mehr Preisgeld gäbe – ob die Stars kommen würden, sei mal dahingestellt», so Villiger. Er ist heute eine Art Mittler zwischen Organisation und Einheimischen. Im Einsatz ist er beispielsweise, wenn es um Suche von Parkplätzen, Lagerräumen, usw. geht. Es sei für ihn von Anfang an klar gewesen, dass er sich nicht mehr um den operativen Teil des Turniers kümmern wolle. «Das habe ich lange genug gemacht», sagt er. Das koste auch viel zu viel Zeit und Kraft. Heute will er es gerne etwas ruhiger angehen lassen.
